
Ein wahres Hör- und Seherlebnis war das Konzert des Kunst- und Kulturkreis Sersheim mit den Solisten Birgitta Falz, Sopran, und Jan Meier, Bariton, in der KulturWerkstatt in Sersheim am 22. März 2026. Verschiedene Epochen, unterschiedliche Interpretationen und szenische Einlagen begeisterten das zahlreich anwesende Publikum.
Schon der Beginn war außergewöhnlich – das bekannte Prelude „Te Deum“ von Charpentier, die Eurovisionsmelodie – diesmal gespielt auf der Ukulele, eine interessante Variation.
Der erste Teil war der Zeit der Renaissance gewidmet, Liebeslieder von John Dowland mit Gitarrenbegleitung und das erfrischende „Pur ti miro“ von Claudio Monteverdi. Fein und einfühlsam sang Jan Meier das „Largo“ von Georg Friedrich Händel, sowie den „Frühlingstraum“ aus der Winterreise von Franz Schubert und die „Mondnacht“ von Robert Schumann. Ein Feuerwerk auf dem Klavier inszenierte Thomas Habermaier mit dem „Feuertanz“ von Manuel de Falla.
Der nächste Teil des Programms war Wolfgang Amadeus Mozart gewidmet. Aus der „Entführung aus dem Serail“ und der „Zauberflöte“ interpretierten die beiden Solisten melancholische und auch sehr fröhliche Weisen in unterschiedlicher Besetzung. Ein Hörgenuß war die Arie „Un bel di vedremo“ aus der Oper „Madame Butterfly“, in der sie sich vorstellt, wie es sein wird, wenn ihr Geliebter zurückkommt. Dazu passend erklang das „Prelude opus 3, Nr. 2“ von Sergei Rachmaninoff auf dem Klavier.
Auch Musicalmelodien standen auf dem Programm – Melodien aus „Phantom der Oper“. Ein Höhepunkt des Konzertes war der berühmte „Puppensong“ aus Hoffmanns Erzählungen von Jaques Offenbach, der szenisch dargestellt wurde. Die Solistin Birgitta Falz verwandelte sich in die Puppe Olympia, die – wenn man sie aufzieht – sehr schön singen kann. Sie musste dreimal aufgezogen werden, damit sie ihr Werk vollenden konnte, was im Publikum freudig ankam. Mit dem Lied „Mein Herr Marquis“ aus der Fledermaus von Johann Strauß ging ein schöner und stimmungsvoller Konzertabend zu Ende.
Mit lang anhaltendem Beifall bedankte sich das Publikum bei den Solisten, dem Pianisten Thomas Habermaier und der Veranstalterin Ursula Layher.