Auf die Plätze, fertig und los! Die ersten Tage des Naturkindergartens hätten kaum abenteuerlicher starten können. Der Blick aus dem Fenster war nass-grau, der Schritt vor die Türe feucht-kalt. Die Schritte waren klein, in Gummistiefel gepackt und 9 Paar an der Zahl. Die Vorschüler der Kita Wirbelwind sind die ersten Kinder der Gemeinde, die das neue naturpädagogische Konzept erleben dürfen. An solchen Tagen, an denen für die Kinder üblicherweise Angebote in Innenräumen arrangiert werden, da war es die Natur, die unser größter Gestalter war. Mit Pfützen, größer als Gartenteiche, und Schlammwegen, die einem beim Versuch, sie zu durchqueren, die Stiefel auszogen. Was das angeht, sind uns die Kinder weit voraus, denn sie finden schon in den kleinsten Dingen Wert und Bedeutung, die für uns Erwachsene oft unbedeutend erscheinen. Apropos scheinen, als dann doch endlich die Sonne und damit der lang ersehnte Frühling auf unserem Platz eingekehrt ist, ging unsere Zeit der Entdeckungen erst so richtig los. Die Krokusse zerschneiden zum ersten Mal die karge Landschaft mit ihren grellen Farben und lassen erahnen, wie schön die kommenden Monate werden. Auch die Vögel beginnen sich in unseren Nistkästen auf die baldige Brut vorzubereiten und sogar das erste Rotmilanpaar, welches aus dem Süden zurückgekehrt ist, kreiste über unseren Köpfen. Mit etwas Birkenrinde als Zunder und einem Feuerstahl entzündeten wir zum Abschluss der Woche noch ein kleines Lagerfeuer. In alter Naturmanie gab es Stockbrot und Wurst.


