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Zehn Jahre „Wunderübung“

Eine Erfolgsgeschichte im theater am puls Schwetzingen

Vor genau zehn Jahren hatte „Die Wunderübung“ Premiere im „theater am puls“ – und steht seitdem auf dem Spielplan....
Seit zehn Jahren im Spielplan: Therapeut (Klaus Herdel, Mitte) wendet die „Wunderübung“ in der gleichnamigen Komödie bei dem Ehepaar (Michael Hecht und Susan Horn) an.
Seit zehn Jahren im Spielplan: Therapeut (Klaus Herdel, Mitte) wendet die „Wunderübung“ in der gleichnamigen Komödie bei dem Ehepaar (Michael Hecht und Susan Horn) an.Foto: Nicole Böhm

Zehn Jahre „Wunderübung“

Vor genau zehn Jahren hatte „Die Wunderübung“ Premiere im „theater am puls“ – und steht seitdem auf dem Spielplan. In der Komödie des österreichischen Schriftstellers Daniel Glattauer, bekannt auch durch den Roman „Gut gegen Nordwind“, erlebt ein Paar mittleren Alters eine Ehekrise: Die Liebe ist ihnen abhandengekommen.

Rettung soll ein Paartherapeut bringen. Dieser hat es nicht leicht, mit den beiden Eheleuten ein vernünftiges Gespräch zu führen. Da hilft dann nur noch die „Wunderübung“. Joerg Mohr hatte 2016 - ein Jahr nach ihrer Uraufführung - die Komödie ausgesucht: „Mich hat an dem Stück sofort gereizt, dass es mit einer sehr alltäglichen Situation beginnt, die viele Menschen kennen oder zumindest nachvollziehen können: Eine Beziehung ist an einem Punkt angekommen, an dem nichts mehr selbstverständlich funktioniert. Gleichzeitig ist der Text von Daniel Glattauer klug, pointiert und sehr genau beobachtet. Er schafft es, aus dieser Situation nicht nur Komik zu entwickeln, sondern auch echte Abgründe sichtbar zu machen.“

Leicht und witzig

Der Reiz liege für ihn darin, dass das Stück „auf den ersten Blick sehr leicht, witzig und unterhaltsam daherkommt, darunter aber viel Menschliches verhandelt wird: Verletzungen, Sehnsüchte, Kränkungen, Sprachlosigkeit und der Wunsch, doch noch irgendwie zueinander zu finden.“ Genau diese Mischung aus Komik und Schmerz mache das Stück so stark. Die drei Schauspieler waren schnell ausgewählt: Susan Horn und Michael Hecht spielen das zankende Ehepaar, Klaus Herdel den Therapeuten. Auch Schauspieler Hecht mag die Komödie wegen der darin enthaltenen „Wahrheit“ – ähnlich wie bei Loriot –: „Jeder kennt solche Situationen auch aus seinem Beziehungsleben.“ Und Susan Horn findet es so spannend, „ wie - und ob überhaupt - es dem Therapeuten gelingen kann, ein solch zerstrittenes Paar wieder zueinander zu bringen“ und ergänzt: „Meine Rolle erinnert mich an eine sehr nahe Verwandte.“

Glaubhaft

Regisseur Mohr erklärt: „Bei der Auswahl der Schauspieler war entscheidend, dass sie nicht nur komödiantisches Timing mitbringen, sondern auch die Tiefe und Verletzlichkeit der Figuren glaubhaft erfassen können. Das Stück lebt enorm von Rhythmus, Energie und dem genauen Zusammenspiel. Deshalb war es wichtig, Darsteller zu finden, die sowohl einzeln stark sind als auch als Ensemble tragen.“ Michael Hecht freut sich immer wieder neu auf den Abend auf der Bühne: „Ich bin froh, dass Joerg Mohr dieses Stück so lange im Spielplan hält - und ich fühl´ mich nach wie vor sauwohl am theater am puls.“ Sonntag, 26. April, 19 Uhr. Karten unter www.theater-am-puls.de, an der Abendkasse und unter 06202 9269996 (9:00-18:00). (bs)

Erscheinung
exklusiv online
von Freundeskreis theater am pulsRedaktion NUSSBAUM
20.04.2026
Orte
Schwetzingen
Kategorien
Kultur