Unsere Vorschulkinder trauen sich auf unsere Rucksacktage hinaus in die weite Welt. Mit der S-Bahn fahren wir weite Strecken, wie etwa nach Ludwigsburg oder sogar nach Stuttgart. Diesmal führte uns unser Ausflug sogar noch weiter: ins Weltall! Unser Ziel war das Planetarium in Stuttgart – viele Kinder waren zum ersten Mal dort und wussten nicht so recht, was sie erwarteten. Auch ein merkwürdiges Wort „Planetarium“. Bei genauerem Hinhören ist dem ein oder anderen aufgefallen: Ah, da steckt „Planet“ drin! Wir machten uns mit der S-Bahn auf den Weg nach Stuttgart. Am Hauptbahnhof stiegen wir aus – bei unserem letzten Ausflug ist den Kindern aufgefallen, dass in Stuttgart auch noch andere Bahnen fahren, die „U-Bahnen“. Ein großer Wunsch war es, auch mal mit so einer Bahn fahren zu können. Also brachte uns die U9 eine Station weiter zur Haltestelle „Staatsgalerie“. „Wow, hier sieht es ganz anders aus als in der S-Bahn!“, staunten die Kinder. „Hier ist es viel gemütlicher“ – „Ich mag es, dass es so laute Geräusche macht.“ Kaum aus der U-Bahn ausgestiegen, lachte uns bereits das große Gebäude des Planetariums entgegen. „Da gehen wir hin!“, rief jemand. Schon im Vorraum des Planetariums gab es, für uns einiges zu sehen und zu staunen: ein Modell eines schwarzen Lochs, das Münzen verschluckte, einen großen Astronauten-Anzug und etliche Bilder und Bildschirme zum Thema Sonne oder Planeten.
Im Vorstellungssaal wunderten sich die Kinder über die große Kuppel. In unserer Vorstellung, die sich extra an Kinder richtete, gingen ein Pinguin und ein Eisbär verschiedenen Fragen auf den Grund. Mit einem selbstgebauten Raumschiff fuhren Pinguin und Eisbär ins Weltall und kamen an dem einen oder anderen Planeten vorbei. Die Kinder erfuhren einiges über Sternbilder, die Sonne und welche Planeten es gibt. Auf den beweglichen Stühlen drehten sie sich hin und her und hatten manchmal das Gefühl, dass nicht nur die Abbildung durch den Projektor, sondern der ganze Saal sich zu drehen schien.
Unsere selbstgefertigten Zeichnungen zu Raketen, die wir einige Tage zuvor im Morgenkreis gemalt hatten, hatten wir auch im Gepäck und konnten diese mit der in der Vorstellung gesehenen Rakete vergleichen. Auf dem Rückweg diskutierten die Kinder über das Gesehene. „Warum ist der eigentlich in der Rakete so geflogen?“ – „Na im Weltall ist man doch schwerelos, da kann man fliegen.“ – „Hmm. Und was ist eigentlich dein Sternzeichen?“ Wieder in Benningen angekommen, gab es für die Kinder allerdings nur eine Frage: „Gehen wir da morgen wieder hin?“
Sara Pörtner