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Dies und das

Eine sehr gut besuchte Infoveranstaltung zur Gütertrasse

Wie sieht der genaue Verlauf der jetzt ausgewählten Vorzugsvariante R4 für den Ausbau der Gütertrasse Mannheim-Karlsruhe aus? Welche Kriterien wurden...
Foto: PRIK

Wie sieht der genaue Verlauf der jetzt ausgewählten Vorzugsvariante R4 für den Ausbau der Gütertrasse Mannheim-Karlsruhe aus? Welche Kriterien wurden bei der Auswahl berücksichtigt? Was erwartet die Bürger/-innen mit dem Ausbau der Gütertrasse? Wie sieht der weitere Zeitplan aus? Dies sind einige der Fragen, die sich vor allen Dingen die Bürger/-innen der betroffenen Stadtteilen Büchenau und Untergrombach stellen, seit bekannt wurde, dass der Ausbau der Gütertrasse mit der Auswahl einer Vorzugsvariante in die nächste Phase geht. Die Verantwortlichen bei der Stadt Bruchsal haben daher gemeinsam mit Vertretern der Deutschen Bahn zu einer Informationsveranstaltung in das Vereinsheim des FSV Büchenau eingeladen, der zahlreiche Bürger/-innen folgten.
Vor vollem Haus machte Oberbürgermeister Sven Weigt noch einmal die Position der Stadt deutlich: Auf Höhe des Baggersees Büchenau sei es mit der neuen Trasse sehr eng. Ob diese überhaupt realisierbar sei, müsse noch einmal ganz genau geprüft werden. Dies sei eine der aktuellen Forderungen der Stadt. Zudem müsse der Lärmschutz genau in den Blick genommen werden, da zu dem Lärm der Autobahn A5 noch der Lärm der Gütertrasse hinzukomme. Wenn die Lärmschutzmaßnahmen abgeschlossen seien, „muss es danach besser sein“, so der Oberbürgermeister.
Nach einem Vortrag der Deutschen Bahn, in dessen Verlauf die Historie der Maßnahme und die Bewertungskriterien für die Auswahl der Vorzugsvariante vorgestellt wurden, hatten die Bürger/-innen viel Zeit um Fragen zu stellen. Dabei ging es oft um den Lärmschutz. Der Lärmschutz unterliege bei solchen Neubauprojekten engen gesetzlichen Vorgaben, die einen optimalen Lärmschutz vorsähen, und auch während der Baumaßnahme werde es einen temporären Lärmschutz geben, so die Antwort der Bahnverantwortlichen. Eine Untertunnelung in Form eine 20 Meter tiefen Tunnels sei wegen des Baggersees jedoch nicht möglich, so weitere Antworten. Durch die neue Gütertrasse können Güterzüge nach Fertigstellung auf die neue Strecke umgeleitet werden, so dass es auch zu einer Entlastung der Bestandsstrecke in Untergrombach kommen könne. Sorge wurde auch um den bestehenden Sportplatz und das Vereinsheim geäußert, die im Bereich der geplanten Trasse liegen. Sollte hier ein Eingriff erfolgen, muss die Bahn einen Ersatz schaffen.
Auf die Frage, wann die Baumaßnahme beginne und wie lange sie dauern werde, antworteten alle Beteiligten einhellig: In den kommenden zehn Jahren werde nicht viel passieren. Im Moment befindet sich das Projekt in der zweiten von insgesamt fünf Projektphasen. Derzeit erfolgt die Raumverträglichkeitsprüfung der Vorzugsvariante R4 durch das Regierungspräsidium Karlsruhe. Ist diese abgeschlossen, kann mit den Planungen begonnen werden. In dieser, dann dritten Projektphase, wird sich auch der Bundestag noch einmal mit dem vom Bund beauftragten Projekt beschäftigen.

Zum Hintergrund:
Der Planungsprozess für den Ausbau der Gütertrasse Mannheim – Karlsruhe läuft bereits seit vielen Jahren. Die zu Beginn 50 durchgängigen Linienvarianten zwischen Mannheim und Karlsruhe wurden im Laufe der Zeit immer weiter eingegrenzt. Ende 2025 hat die Deutsch Bahn ihre Vorzugsvariante vorgestellt – die Variante R4. Sie verläuft von Norden her zunächst parallel zur bestehenden Bahnstrecke Mannheim/Graben-Neudorf.Vor Graben-Neudorf wird sie parallel zur Schnellbahnstrecke Richtung Stuttgart anHambrücken vorbeigeführt.
Die Trasse soll dann parallel zur A5 weiter in Richtung Karlsruhe geführt werden.
Die neue Gütertrasse entlang der A5 führt damit auch unmittelbar an Büchenau und Untergrombach vorbei.

Weitere Infos unter www.bruchsal.de

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