im Stadthaus, Scharnhauser Park, Gerhard-Koch-Straße 1
Eine Hausordnung ermöglicht im Idealfall einen reibungslosen Ablauf und ein gedeihliches Miteinander. Für die Ausstellung „Hausordnung“ präsentieren uns fünf Künstlerinnen und Künstler ihre visualisierten Gedanken zum Thema.
Der Bau eines Hauses, das Wohnen, steht für Sicherheit, Schutz bzw. Abgrenzung nach außen, aber auch für einen individualisierten Innenraum, der identitätsbildend ist. Wie und wo wir wohnen, hat Einfluss auf unser Wohlbefinden und prägt unser Verhalten. Für die Ausstellung soll das Allgemeine und Abstrahierte mit dem konkret Vor-Ort-Erlebbaren verbunden werden.
Verena Könekamp nimmt die rasante Entwicklung der Stadt Ostfildern in den Blick. Sie recherchierte im Stadtarchiv, setzte sich intensiv mit der Stadtwerdung Ostfilderns auseinander und machte die bemerkenswerte Entwicklung von vier eigenständigen Dörfern hin zur heutigen Gesamtstadt anschaulich und nachvollziehbar. Im vergangenen Jahr durften wir den 50. Jahrestag Ostfilderns feiern. Die sechs Einzelstadtteile sind seit den 50er-Jahren selbst gewachsen, haben Grünflächen verdrängt und sind aufeinander zugewachsen. Eine riesige Fahne in kräftigen Farben weist drei horizontale Felder auf, die Flächen wie Zeitschichten gliedern. Die Künstlerin formuliert eine offene Frage danach, was ein Ort ist, wenn er sich unaufhörlich verändert.



