
Am 25. Januar 2026 wurde mit Petra Karrer, Thomas Schatz, Isabell Schneider, Kathrin Steinbrenner, Christiane Streib und Sabine Templin der neue Kirchengemeinderat der evangelischen Kirchengemeinde Zuzenhausen in einem Gottesdienst eingeführt. Dank und Verabschiedung der scheidenden Kirchengemeinderätin Birgit Trost wird beim Gottesdienst für die Ehrenamtlichen sein.
Zum Einführungsgottesdienst kamen viele Gemeindeglieder ins Gemeindehaus, um so ihre Unterstützung zu zeigen.
In ihrer Ansprache griff Pfarrerin Schleich einen Teil aus der Lesung des Sonntags aus dem Matthäusevangelium auf: Jesus Christus spricht: Ihr seid das Salz. Ihr seid das Licht. Ihr alle hier, jeder Einzelne … ob das sein kann?
So hat das Jesus wohl nicht gemeint … und wenn doch?
Wir sind es gewohnt, in die Kirche zu gehen, aber wir sind nicht nur Zuschauer: Wir beten und singen gemeinsam, lächeln uns an, fragen, wie es geht. Doch wir sind mehr als Gäste, Konsumenten. Jesus spricht uns direkt an: Ihr seid das Salz der Erde. Er fragt nicht nach dem, was wir wollen, sondern dreht den Spieß um und sagt zu uns: DU bist das, was die Erde braucht, um nicht fad zu werden. Gott braucht dich!
So hören es auch die Menschen, die sich abends Zeit nehmen, Jesus bei der Bergpredigt zuzuhören. Sie arbeiten hart, gehören nicht zu seiner Gruppe, sind nicht besonders fromm. Jesus predigt darüber, wer selig sein soll. Selig sind die geistlich Armen; Selig sind die Leid tragen; Selig sind die nach Gerechtigkeit hungern: Selig sind die Verfolgten … Für sie alle hat Gott Vorliebe. Jesus nennt sie selig, weil sie recht haben und recht bekommen sollen. Und das sagt er so, als würde Gott himself ihnen zustimmen. Wer Jesus folgt, sieht, dass er sein Bestes gibt und dass er ihnen begegnet, macht für sie den Unterschied.
Zum Schluss sprach Pfarrerin Schleich davon, dass unsere Gemeinde kleiner wird und davon lebt, dass sich wenige – die Pfarrerin, die Ältesten, ein paar treue Ehrenamtliche – für viele engagieren. Gemeinsam wollen alle etwas Neues in die Welt bringen und werden nicht fad, sondern haben Sinn und Geschmack für die Seligkeit, die Jesus allen verheißen hat. Er macht glaubensmutig und das macht den Unterschied für unsere Gemeinde.
In Lesungen aus verschiedenen Büchern der Bibel ging es um die Aufgaben, die Gott jemandem gibt. Einer ist dazu berufen, vor der Gemeinde zu sprechen, dann soll Gott durch ihn sprechen, einem anderen wird ein praktischer Dienst übertragen, den soll er gewissenhaft ausführen, und wieder ein anderer unterstützt Bedürftige, was er gerecht und unparteiisch tun soll.
So sind es verschiedene Aufgaben, Ämter. Kräfte, aber es ist ein Geist, ein Herr, ein Gott, der wirkt alles in allem.
Auf die Frage der Pfarrerin, ob alle Gewählten bereit sind, den Dienst einer Kirchenältesten / eines Kirchenältesten zu übernehmen, zusammenzuarbeiten und sein Amt in Treue gegenüber den Bekenntnissen unserer Kirche zu führen, antworteten alle: Ja, mit Gottes Hilfe. Nach der Fürbitte und dem Segen für die Kirchenältesten bekamen alle ein Buchpräsent und einen Schlüsselanhänger – bei den drei neu gewählten mit dem Schlüssel für die Kirche.
Im Anschluss an den Gottesdienst lud der neue Kirchengemeinderat alle zu einem kleinen Umtrunk ein, bei dem man ins Gespräch kam.
Sabine Templin