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Einladung zum Stammtisch am 18.03.2026

Die FDP Dossenheim lädt alle Interessierten zum nächsten Stammtisch herzlich ein: Mittwoch, 18. März 2026, 19.30 Uhr "Zum Neuen Schwanen", Bahnhofstr....

Die FDP Dossenheim lädt alle Interessierten zum nächsten Stammtisch herzlich ein:

Mittwoch, 18. März 2026, 19.30 Uhr

"Zum Neuen Schwanen", Bahnhofstr. 1, 69221 Dossenheim

Schauen Sie gerne vorbei und diskutieren Sie mit uns – nicht nur das Ergebnis der Landtagswahl!

Statement der FDP Fraktion zu TOP 5

Der Tagesordnungspunkt 5 der letzten Gemeinderatssitzung beinhaltete den Beschlussvorschlag, dass die Gemeinde Dossenheim im Rahmen der Beteiligung zur 2. Anhörung und Offenlage der Fortschreibung des Teilregionalplans Windenergie zum Einheitlichen Regionalplan Rhein-Neckar keine Bedenken gegen den Planentwurf vorträgt.
Die FDP-Fraktion Dossenheim hat diesem Beschlussvorschlag nicht zugestimmt und begründet ihre Meinung bezugnehmend auf diese Fortschreibung, die zurzeit online eingesehen werden kann. Denn im Umweltbericht des Verbandes Region Rhein-Neckar (VRRN), der die einzelnen geplanten Vorranggebiete auf mögliche Umweltauswirkungen geprüft und bewertet hat, wurde beschrieben, dass für das Vorranggebiet Weißer Stein/Hoher Nistler in den folgenden Bereichen Schutzgut-Betroffenheiten vorliegen würden: Mensch und menschliche Gesundheit; Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt; Fläche; Wasser; Klima und Luft; Landschaft; Kultur und Sachgüter. Somit wurden in sechs von sieben untersuchten Schutzgütern nachteilige Auswirkungen festgestellt.

Im Gemeinderat wurde von Hendrik Tzschaschel das Schutzgut Klima und Luft näher beleuchtet. Vorab zur Information: Das Land Baden-Württemberg hat 12,63 % seiner Gesamtwaldfläche als Klimaschutzwald und 8,09 % als Immissionsschutzwald ausgewiesen. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) definiert die beiden Begriffe wie folgt:

„Klimaschutzwald schützt besiedelte Bereiche, Kur-, Heil- und Freizeiteinrichtungen, Erholungsbereiche, landwirtschaftliche Nutzflächen und Sonderkulturen vor nachteiligen Kaltluft- und Windeinwirkungen. Klimaschutzwald schafft Ausgleich zwischen Temperatur- und Feuchtigkeitsextremen (lokaler Klimaschutz). Er verbessert in Siedlungsbereichen und auf Freiflächen das Klima durch großräumigen Luftaustausch (regionaler Klimaschutz).

Immissionsschutzwald hat die Aufgabe, schadverursachende oder belästigende Einwirkungen, die den Menschen direkt oder indirekt über das Medium Luft erreichen, zu mindern. Er soll Wohn-, Arbeits- und Erholungsbereiche, land- und forstwirtschaftliche Nutzflächen sowie wertvolle Biotope vor nachteiligen Wirkungen durch Gase, Stäube, Aerosole und Lärm schützen oder diese vermindern.“

Das Vorranggebiet Weißer Stein/Hoher Nistler liegt als einziges der untersuchten Vorranggebiete zu 100 % im Immissionsschutzwald und zu 73,6 % im Klimaschutzwald. Diese Festlegungen hat das Land Baden-Württemberg getroffen, damit der hier vor Ort existierende Wald die wichtige Funktion einnimmt, das Klima in der Metropolregion zu verbessern. Damit schlagen wir vor, nochmals zu prüfen, ob es der richtige Weg ist, dort Windenergieanlagen mit massivem Eingriff in dieses sensible Ökosystem zu errichten. (Tzschaschel)

Erscheinung
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Ausgabe 11/2026
von FDP
12.03.2026
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