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Einladung zur vogelkundlichen Exkursion „Spechte im Vorfrühling“ am 1. März um 8:00 Uhr

Wer im Vorfrühling einen Waldspaziergang macht, wird fast zwangsläufig das Trommeln der Spechte hören, mit dem sie ihr Revier markieren. Faszinierend...
Bunt-, Klein-, Grün- und Mittelspecht.
Bunt-, Klein-, Grün- und MittelspechtFoto: Collage: Patricia Reister

Wer im Vorfrühling einen Waldspaziergang macht, wird fast zwangsläufig das Trommeln der Spechte hören, mit dem sie ihr Revier markieren. Faszinierend ist die beim Trommeln angewandte Technik: Mit rund 20 Schlägen pro Sekunde hackt ein Specht mit seinem Schnabel auf den Resonanzkörper ein. Jeder Schlag entspricht einem Aufprall mit rund 25 Kilometern pro Stunde. Die dabei wirkenden Bremskräfte sind gut hundertmal so stark wie bei landenden Astronauten. Dieses Geräusch, aber auch das umfangreiche Rufrepertoire machen dem Naturfreund klar, dass der Frühling naht.

Spechte sind vielseitig und haben unterschiedlich offene Landschaften besetzt. So bevorzugen Grünspecht und Wendehals, der als einzige der heimischen Spechtarten den gefährlichen und anstrengenden Wegzug nach Südeuropa und Afrika unternimmt, offene Bereiche mit rasenbewohnenden Ameisen, Bunt- und Schwarzspecht reife Wälder der frühen Zerfallsphase zur Nahrungssuche. Alle einheimischen Spechtarten, mit Ausnahme des Wendehalses, nutzen den Baumstamm oder dicke Äste zur Anlage ihrer Höhlen. Dabei sind sie echte Baumeister. Sie hämmern mehr Höhlen, als sie selbst brauchen, und schaffen so wertvollen Lebensraum für viele Arten. Von den Kleinstrukturen profitieren rund 40 Vogelarten, von Meisen bis zum Sperlingskauz, rund 20 Säugetiere, von Mäusen und Fledermäusen über Bilche bis zu Baummardern und Wildkatzen, und mehrere hundert Insektenarten. Sie dienen ihnen als Aufzuchtstätte, Winterquartiere, Vorratslager oder als Schlafplatz. Spechte haben damit eine wichtige Schlüsselposition und sind für das Ökosystem Wald, aber auch für halboffene Landschaften Flaggschiffarten. Spechte sind attraktiv, einfach zu erkennen und gerade im Vorfrühling leicht zu beobachten, wenn sie mit der Balz beginnen. So lassen sich im Vorfrühling auch die charakteristischen rasanten Verfolgungsjagden beider Partner sowohl im Flug als auch kletternd entlang von Stämmen im noch unbelaubten Wald gut beobachten.

Treffpunkt ist der Schauenburgparkplatz. Wer ein Fernglas hat, sollte dieses mitbringen. Anmeldung unter: m.ziara@web.de.

Autorin: Patricia Reister

Erscheinung
Gemeinde-Nachrichten Dossenheim
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Ausgabe 09/2026
von BUND
25.02.2026
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