
Es kommt selten vor, dass ein Zugverkehr den Straßenverkehr ersetzt. Auf der Krebsbachtalbahn ist dies aktuell der Fall:
Da die Landstraße für Umbauarbeiten komplett gesperrt wurde, verkehren werktags von 9.00 bis 18.00 Uhr moderne Dieseltriebwagen. Am Wochenende fährt weiterhin der nostalgische Schienenbus.
Um sich selbst einen Eindruck zu verschaffen, unternahmen Dietrich Koch und Jörg Haffelder von der Bürgerinitiative für die Reaktivierung der Krebsbachtalbahn und ÖDP-Stadtrat Klaus Ries-Müller eine Probefahrt: 17 Minuten dauerte die Fahrt von Obergimpern bis Neckarbischofsheim Nord in den neuen, bequemen Triebwagen.
Alle waren sich einig, dass der Komfort im Zug um Klassen besser ist als bei den sonst eingesetzten Linien-Bussen.
„Der Zug ist zwar fast nicht mehr zu hören, allerdings muss die Hupe immer vor den vielen schrankenlosen Bahnübergängen betätigt werden, was bei den Anwohnern keine Begeisterung auslöst“, so Klaus Ries-Müller. Bei der geplanten Krebsbachtalbahn mit elektrisch betriebenen Stadtbahnwagen gibt es zukünftig nur noch Bahnübergänge mit Schranken.


