Am Samstagmorgen vergangener Woche wurde der Fachberater Chemie der Feuerwehr Allmersbach, Harald Fischer, nach Marbach am Neckar alarmiert. Um 7:47 Uhr rückte der Fachberater mit dem MTW (Mannschaftstransportwagen) ab.
Die Feuerwehr Marbach wurde bereits um 7:15 Uhr wegen einer ausgelösten Brandmeldeanlage zu einer Firma mit einem Gefahrstofflager alarmiert. Der Auslösegrund waren nebelartige Dämpfe in der Lagerhalle für Gefahrstoffe. Daraufhin forderte der Einsatzleiter einen Messwagen aus Ludwigsburg sowie einen Fachberater Chemie an, bei deren Eintreffen der Grund für die Dämpfe mittlerweile vorlag: Es handelte sich um 30%ige Salzsäure, die aus einem IBC (Intermediate Bulk Container, quaderförmige Behälter für flüssige Stoffe) austrat. Salzsäure ist eine stark ätzende Säure, deren Dämpfe stechend und reizend riechen. Haut- und Augenkontakt führen zu schweren Verätzungen.
Nach Absprache zwischen dem Einsatzleiter und dem Fachberater Chemie wurde der Gefahrstoffzug aus Asperg und ein weiteres Messfahrzeug aus Ludwigsburg nachgefordert. Die ungefähr 400 Liter der ausgelaufenen Salzsäure wurden mit Bindemittel aufgenommen und der restliche Inhalt des havarierten Behälters in einen anderen Behälter umgepumpt. Anschließend wurden von der Feuerwehr Ludwigsburg Messungen in den Räumlichkeiten durchgeführt. Eine Ursache für die Leckage an dem Behälter konnte von der Feuerwehr im Zuge der Maßnahmen festgestellt werden. Die am Einsatzort anwesende Polizei wurde darüber in Kenntnis gesetzt. Durch den Vorfall gab es keine Umweltbeeinträchtigung und Verletzte waren nicht zu beklagen. Nach Beendigung der Maßnahmen übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Betreiberfirma und der Fachberater und kehrte um 13:19 Uhr an den Standort zurück.
