
Ab sofort stehen in Hemsbach dreizehn Ladesäulen auf städtischen Flächen bereit, um für 44 Cent pro Kilowattstunde die Elektroautos der Bürgerinnen und Bürger zu laden. Drei Ladesäulen bieten zusätzlich die Schnellladefunktion an.
Mit einem symbolischen Druck auf den Taster mit dem grünen Knopf wurden die dreizehn Ladestationen mit je zwei Ladeanschlüssen im Stadtgebiet für Elektroautos von Bürgermeister Jürgen Kirchner und Alexander Skrobuszynski, Geschäftsführer Stadtwerke Weinheim, in Betrieb genommen. Symbolisch deshalb, denn die Möglichkeit, das Auto „aufzutanken“, besteht bereits seit einigen Tagen. Die noch fehlende Beschriftung an den Standorten erfolgt in Kürze.
Bürgermeister Kirchner sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunftsgestaltung, denn „die Elektromobilität ist längst ein Teil unseres Alltags geworden“. Das hat vor einem Jahr dazu geführt, dass die Verwaltung ein Vergabeverfahren für die Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum ausgeschrieben hat und die Stadtwerke Weinheim den Zuschlag für zehn Jahre erhalten hatten. Das Rathaus wollte sicherstellen, dass es nur einen Anbieter mit einem einheitlichen System gibt, der leistungsfähig und zugleich regional tätig ist, beschrieb Kirchner die Entscheidung: „Wir wollen die Rahmenbedingungen schaffen.“ Daher war es wichtig, eine flächendeckende Infrastruktur aufzubauen, die für möglichst viele Bürgerinnen und Bürger gut erreichbar ist, erklärte er.
Skrobuszynski freute sich, dass die Ladeinfrastruktur in Hemsbach flächendeckend und damit zukunftsfähig in Betrieb ist: „Ich bin überzeugt, dass sich E-Mobilität durchsetzen wird.“ Bei den Ladesäulen handelt es sich um zehn mit „konventioneller“ Ladezeit und drei mit Schnellladefunktion. Gezahlt wird an allen Punkten mit den Karten der großen Anbieter oder mit der kostenlos erhältlichen Ladekarte der Stadtwerke Weinheim, die per E-Mail angefordert werden kann: emobil@sww.de. Bezahlt werden kann über die Unternehmens-App auf dem Smartphone. Der Standard-Arbeitspreis für eine Kilowattstunde beträgt bei konventionellem Laden brutto 44 Cent, beim Schnellladen 59 Cent.
Benjamin Prymas von den Stadtwerken weist darauf hin, dass für alle Nutzer keine Grundgebühr erhoben wird und es zusätzlich für Kunden des Weinheimer Unternehmens, die sich registrieren lassen, Rabatte gibt. Dann werden nur noch 44 Cent pro Kilowattstunde an allen Säulen fällig. Das Abstellen eines Fahrzeuges an den Ladesäulen, so Prymas, ist nur für drei Stunden zulässig und auch nur in Verbindung mit einem Ladevorgang.
Ausnahme ist ein Ladepunkt an der Station am Bahnhof, denn dort wird ab Ende April ein Kleinwagen Typ Corsa vom Mannheimer Carsharing-Unternehmen Stadtmobil zur Verfügung stehen, erklärte Miriam Caroli, Vorständin der Stadtmobil Rhein-Neckar AG. „Seit 30 Jahren sind wir in der Region tätig und Hemsbach wird unsere 38. Kommune, in der wir präsent sind“, erklärte die Unternehmensvertreterin. In Weinheim wurde eine Kooperation mit den Stadtwerken abgeschlossen und dort, so Caroli weiter, stehen bereits drei Fahrzeuge.
Übrigens: Die dreizehn erwähnten Ladestationen sind nur die auf städtischen Flächen aufgestellten Säulen für E-Autos. Nicht aufgelistet wurden die privaten oder von anderen Herstellern installierten Lademöglichkeiten. Damit wird ausdrücklich betont, dass der Wettbewerb nicht eingeschränkt wird und damit können andere Anbieter auf privaten Flächen tätig werden. (bn)
Im Nord-Westen: Ulmenweg, Zedernweg, an der alla hopp!-Anlage
Im Nord-Osten: Länderweg, Bildungszentrum, Bahnhofstraße
Im Süd-Westen: Tilsiter Straße 2x, Gutenbergstraße, Grünberger Straße
Im Süd-Osten: Parkplatz am Bahnhof, Schlossgasse, Friedhof
Die Übersichtskarte mit den Standorten ist im Internet hinterlegt unter: sww.de/de/Produkte/Mobilitaet/Standorte.php