Kalt oder warm – nicht mehr so einfach.
Der Copernicus Klimadienst prognostiziert eine hohe Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung eines teils starken El Niño Ereignisses in den kommenden Monaten, nach dem letzten starken Ereignis 2023/2024. Die Temperaturen der Ozeane haben im März nahezu Rekordwerte erreicht. Die Durchschnittstemperaturen der Meeresoberflächen hätten bei 20,97 Grad gelegen – dem zweithöchsten je für den März gemessenen Wert. Der höchste März-Wert wurde 2024 während El Nino gemessen.
El Nino bezeichnet ein Klimaphänomen, das mit einer Abschwächung der Passatwinde im tropischen Pazifik beginnt. Die bislang letzte El Nino Phase gab es in den Jahren 2023/2024. 2024 war global das heißeste und 2023 das zweitheißeste Jahr, die jemals gemessen wurden.
Die Ozeane spielen eine Schlüsselrolle bei der Regulierung des globalen Klimas, da sie den Großteil der überschüssigen Wärme aufnehmen, die durch die CO₂-Emissionen der Menschheit verursacht wird.
Besonders deutlich zeigte sich die Erwärmung in Europa, wo die Durchschnittstemperatur um 2,27 Grad über dem Referenzwert der Jahre 1991 bis 2020 lag.
Relevant ist vor allem die Tatsache, dass die Temperaturen trotz eines gewöhnlich kühlenden La Ninas in den vergangenen Monaten zu hoch waren. Es war eher kalt an der Oberfläche im tropischen Pazifik, und trotzdem waren die globalen Meeresoberflächen- und die Lufttemperaturen relativ warm. Wenn man selbst unter solch kühleren Bedingungen schon wieder auf Rekordkurs ist, zeigt das, wie sehr die Klimaerwärmung bereits das Regiment übernimmt.“
Gut, wenn man sich in der zweitheißesten Region Deutschlands Rhein-Neckar gut vorbereitet hat mit Maßnahmen wie:
Grüner Infrastruktur: Pflanzung hitzebeständiger Bäume, Fassaden- und Dachbegrünung zur Beschattung und Verdunstungskühlung.
Blauer Infrastruktur: Schaffung offener Wasserflächen und Einrichtung von Wasserspielen, die kühlend wirken.
Entsiegelung & Schwammstadt-Konzept: Umwandlung von Asphalt- in Grünflächen, um Regenwasser aufzunehmen, zu speichern und Überflutungen zu verhindern.
Klimagerechtes Bauen: Einsatz heller Oberflächen, die Sonnenlicht reflektieren (Albedo-Effekt), sowie verbesserter außenliegender Sonnenschutz an Gebäuden.
Optimierung von Grünflächen: Nutzung von Parks und kleinen Grünflächen (Pocket Parks) als kühlende „Frischluftinseln“.
Wenn nichts mehr geht, helfen öffentliche Wasserbrunnen und Kühlräume, sie sind entscheidende Bausteine für die Hitzeresilienz in Städten. Während Grünflächen die Stadt großräumig kühlen, bieten diese Maßnahmen direkte, punktuelle Hilfe für Passanten und vulnerable Gruppen. Wasserfontänen, Sprühnebelanlagen (Misting Stations) und Wasserspiele kühlen die unmittelbare Umgebungsluft um ca. 0,7 bis 3 °C ab.
Noch effektiver sind Bäume, eine dichte Krone kann die Oberflächentemperaturen am Boden um bis zu 12 °C senken.
Günther Heinisch
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