
Wenn die Bezeichnung „Fels in der Brandung“ auf irgendjemanden passt, dann ganz sicher auf ihn. Ob im Bereitschaftsdienst, bei nächtlichen Notfalleinsätzen, bei großen und kleinen Baumaßnahmen am Wasser, Gas- oder Fernwärmenetz: Harun „Harry“ Straßner steht seinen Mann. Immer ruhig und sachlich, immer freundlich, immer einsatz- und hilfsbereit.
Und das mittlerweile seit über 30 Jahren, denn so lange ist Straßner mittlerweile für die Stadtwerke tätig. Nachdem er sich Ende der 1980er Jahre bei den Stadtwerken beworben hatte und auch gleich eine Anstellung bekam, entdeckte sein neuer Arbeitgeber schnell das Potenzial, das in dem gelernten Gas- und Wasserinstallateur steckte. „Ich bin nach einem Jahr schon Vorarbeiter geworden, das hat mich damals mächtig stolz gemacht“, erinnert sich Straßner. Dass sich das Berufsbild des „Stadtwerklers“ und das damit verbundene Anforderungsprofil im Laufe Jahre und Jahrzehnte komplett verändert hat, davon kann Straßner aus eigener Erfahrung berichten.
„Wenn ich heute so zurückblicke, dann haben wir eine unglaubliche Entwicklung miterlebt. Anfang der 90er Jahre haben wir die Tiefbauarbeiten alle noch selbst gemacht, haben die Straßendecken aufgerissen, den Erdaushub gemacht und wenn dann alle Leitungen verbuddelt waren, dann haben wir die Straßendecke wieder zugemacht. Heute gehen wir mit hochsensiblen Daten und Messtechniken um. Wir haben uns permanent weitergebildet, Schulungen besucht und uns so immer auf den neuesten Stand der Technik gebracht, um die Versorgungssicherheit der Bürgerinnen und Bürger jederzeit zu gewährleisten“.
Als Vorzeigeprojekte für die dynamische Entwicklung nennt Straßner stellvertretend den Bau und den anschließenden Betrieb der Erdgastankstelle am Odenwaldring im Jahr 2005 – damals übrigens eine der ersten in der gesamten Region – oder die Übernahme des Fernwärmenetzes inklusive Fernwärmeversorgung, die seit 2006 zum Stadtwerke-Produktportfolio gehört und seitdem Jahr für Jahr unter der Federführung des technischen Stadtwerke-Teams weiter ausgebaut wird. „Projekte wie diese waren für uns echte planerische und technische Herausforderungen, die wir als Team professionell gelöst haben. Jeder wusste, wie und wo er hinzulangen hat“. Sicher ist auf jeden Fall, dass sich die beiden Knie von Harun Straßner freuen, wenn er ab sofort in keinen Leitungsgraben mehr springen muss.
„Sicher ist aber auch, dass ich die Jungs vermissen werden. Wenn sie wollen, schaue ich immer gerne mal auf ein Match an unserem Kicker vorbei und wir plaudern über die guten alten Zeiten“, wirkt Straßner dann doch ein wenig angefasst. Ganz soweit ist es allerdings noch nicht. Sein Arbeitsvertrag bei den Stadtwerken ist zwar offiziell zum 31. Oktober ausgelaufen, doch Straßner hat auf Bitte seiner Kollegen und der Geschäftsführung eine kurzfristige Verlängerung seiner Tätigkeit bis zum Jahresende zugesagt. Als Anerkennung und Dank für seinen Einsatz, sein Engagement und seine Loyalität zu seinem Arbeitgeber überreichten in diesen Tagen die Stadtwerke-Geschäftsführerin Martina Braun und Prokurist Patrick Körner gemeinsam mit Betriebsrat Sven-Olaf Fleischmann und dem Leiter des Technischen Teams, Olaf Türke, dem scheidenden „Fels in der Brandung“ eine Dankesurkunde und ein Präsent. „Wir danken Ihnen herzlich für alles und wissen, was wir an Ihnen hatten. Bleiben Sie, wie Sie sind. Wir wünschen Ihnen vor allem beste Gesundheit, viel Spaß im neuen Lebensabschnitt und würden uns freuen, wenn Sie den Stadtwerken verbunden bleiben. Sie sind jederzeit bei uns herzlich willkommen", galt der gemeinsame Dank. (red)
