Jeden zweiten Donnerstag findet im Rathaus von 16 bis 18 Uhr im Zimmer 312 (2. OG) eine Energieberatung der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg-Rhein-Neckar-Kreis gGmbH (KLiBA) statt. In einer kompetenten und kostenfreien Beratung gibt Dr. Thomas Fischer für Hauseigentümer und Mieter umfassende Informationen zum Energiesparen und zur energiesparenden Modernisierung. Die KLiBA hilft bei der Umsetzung von Energiesparzielen, auch mit Hilfe staatlicher Fördermöglichkeiten, und gibt Tipps zu folgenden Themen: energetische Altbaumodernisierung, Neubau oder Sanierung zum Energieeffizienzhaus oder Passivhaus, Heizungserneuerung, Erfüllung EWärmeG und Gebäudeenergiegesetz (GEG) ab 2024, Einsatz von erneuerbaren Energien, Photovoltaik-Pflicht-Verordnung, Stromsparmaßnahmen, Förderung und Zuschuss durch KfW, BAFA, Land und Kommune.
Die effektivste Strompreisbremse setzt beim Stromsparen an! Bei der KLiBA sowie in unserer Gemeindebücherei können kostenlos Strommessgeräte ausgeliehen werden. Damit lässt sich auch der Stromverbrauch durch Leerläufe beziehungsweise den Stand-by-Modus erkennen und verringern.
Für die Beratung im Rathaus ist eine Voranmeldung erforderlich: Telefon 06221/99875-0, E-Mail: info@kliba-heidelberg.de.
Der nächste Beratungstermin ist am 15. Januar.
Energiespartipp: Wanddämmung – eine effektive Energieeinsparung
Aufgrund des hohen Flächenanteils verursachen Außenwände im Durchschnitt über 30 Prozent der Energieverluste eines Hauses. Konsequente Energieeinsparung beinhaltet also eine optimale Außenwanddämmung. Dies ist sicherlich die effektivste und unproblematischste Art, den Wärmeschutz weitgehend wärmebrückenfrei zu verbessern. Der wärmedämmende „Mantel“ schützt die tragenden Außenwände zusätzlich vor extremer Beanspruchung durch Wind und Wetter.
Wenn Wände neu verputzt oder verkleidet werden sollen, verpflichtet das Gebäudeenergiegesetz (GEG) Hausbesitzende meist auch zu einer Dämmung. Die am häufigsten verwendeten Systeme für die Außenwanddämmung sind das Wärmedämmverbundsystem (WDVS), auch Thermohaut genannt, und die vorgehängte Fassade. Für die Dämmung von Putz- und Ziegelfassaden wird häufig das WDVS eingesetzt. Es besteht aus den Komponenten Dämmstoff, Armierungsgewebe und Außenputz oder Riemchenverblendung. Eine Alternative zum WDVS ist die hinterlüftete Vorhangfassade. Sie besteht aus einer Unterkonstruktion, die auf der Außenwand befestigt wird. In die Zwischenräume der Unterkonstruktion wird Dämmstoff eingebracht. An der Unterkonstruktion wird die Außenverkleidung befestigt, wobei ein Luftspalt zwischen Dämmung und Verkleidung zur Hinterlüftung für den Feuchtigkeitsabtransport notwendig ist.
In beiden Fällen können die unterschiedlichsten Dämmstoffe verwendet werden. Mehr Info hierzu, s. unter: www.effizienzhaus-online.de/daemmstoff/. Entscheidend für den Erfolg ist die fachgerechte Ausführung durch Handwerksleute. An Gebäuden mit erhaltenswertem Sichtmauerwerk, Fachwerk oder strukturierten Fassaden ist oft aus Denkmalschutzgründen keine Außendämmung möglich. Hier ist eine Innenwanddämmung die Lösung. Vorsicht: Bei einer Innendämmung liegt das Gelingen im Detail. Auch hier sollte qualifiziertes Fachpersonal die Sanierung durchführen.
Der Anteil der Fassade an der Gebäudehülle beträgt im Schnitt 30 Prozent. Durch eine Dämmung der Außenwände spart man also immense Energiemengen ein, im Durchschnitt rund 25 Prozent der Endenergie des Gebäudes. Die Kosten für ein WDVS betragen 120 bis 180 Euro je Quadratmeter Wandfläche. Bei einem durchschnittlich großen Einfamilienhaus ergeben sich Sanierungskosten von rund 30.000 Euro. Fünfzehn bis zwanzig Prozent dieser Investitionssumme können als Zuschuss beantragt werden, also zwischen 4.500 bis 6.000 Euro.


