Das nächste Energieforum findet statt am Montag, 04.05.2026, 19:30–20:30 Uhr
Ort: Rathaussaal im Rathaus Dossenheim
Diesmal gibt es einen Kurzvortrag zu:
„Mieterstrom“ im Mehrfamilienhaus – Praxisbericht
Friederike Benjes stellt vor, wie sie in einem Zweifamilienhaus Mieterstrom mit Einzählermodell realisiert hat.
Kontakt: info@oekostromer-dossenheim.de
M. Nowag
Mittlerweile liegt eine detaillierte fachliche Einordnung zur Kritik des BUND Steinachtal an der FFH-Verträglichkeitsprüfung vor. Diese zeigt: Die Kritik greift häufig einzelne Aspekte heraus, ohne den methodischen Gesamtansatz zu berücksichtigen. FFH-Verträglichkeitsprüfungen arbeiten nicht mit Einzelbeobachtungen, sondern mit systematischen Methoden. Kritisiert wird u. a., dass bestimmte Arten nicht ausreichend berücksichtigt seien oder Annahmen zu pauschal getroffen würden. Die fachliche Prüfung zeigt jedoch, dass die Methodik gerade darauf ausgelegt ist, auch Unsicherheiten abzudecken. Wo Daten fehlen, werden vorsorgliche Annahmen getroffen, um Risiken nicht zu unterschätzen. Einzelne Detailfragen können unterschiedlich bewertet werden, das ist bei solchen Verfahren üblich. Entscheidend ist aber, dass die Gesamtmethodik den anerkannten Standards entspricht und eine nachvollziehbare Bewertung ermöglicht.
Auch bei den Windmessungen wird teilweise der Eindruck erweckt, es handle sich um unzureichende oder zu kurze Messungen. Tatsächlich dienten die vorliegenden Messungen in erster Linie dazu, zwei konkrete Standorte miteinander zu vergleichen: in der Ebene bei der Kirchheimer Mühle und auf dem Lammerskopf. Dafür wird ein etabliertes Verfahren verwendet, bei dem kurze Messungen vor Ort mit langjährigen Daten eines nahegelegenen Referenzstandorts verknüpft werden. Dieses MCP-Verfahren ist ausdrücklich Bestandteil anerkannter Leitlinien und wird genutzt, um aus kurzen Messzeiträumen auf langfristige Windverhältnisse zu schließen. Die oft genannten MEASNET-Leitlinien fordern zwar für eine vollständige Einzelmessung in der Regel etwa ein Jahr Messdauer, erlauben aber ausdrücklich die Kombination mit Referenzdaten und betonen die Bedeutung der Korrelation und Unsicherheitsbewertung. Genau das wurde hier gemacht. Für absolute Ertragszahlen bleiben dabei Unsicherheiten bestehen. Für den Vergleich zweier Standorte mit identischer Methodik ist die Aussage jedoch deutlich robuster. Wenn sich – wie hier – ein klarer Unterschied zwischen Ebene und Höhenlage zeigt, lässt sich daraus zuverlässig ableiten, welcher Standort das bessere Windangebot besitzt.
Details auf energiewende-bergstrasse.de
T. Rinneberg