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Entscheidung erst am letzten Gerät: TurnTeam Staufen I unterliegt dem TSV Lustnau

Vergangenen Samstag verlor die Verbandsligamannschaft des TurnTeams Staufen I mit 35:48 Punkten. Die beiden Hesse-Brüder begannen gewohnt solide. Trotzdem...

Vergangenen Samstag verlor die Verbandsligamannschaft des TurnTeams Staufen I mit 35:48 Punkten. Die beiden Hesse-Brüder begannen gewohnt solide. Trotzdem gelang das TurnTeam gegen die am Boden übermächtigen Lustnauer in Rückstand. Schöllkopf brachte seine schwierigsten Elemente durch, wackelte aber beim Handstand bedenklich. Doch dann war noch Staufens Top-Turner an diesem Gerät. Kottmann erwischte eine nahezu perfekte Kür und gewann das Duell mit persönlicher Bestleistung und der Tageshöchstwertung gegen den besten Lustnauer. Der Rückstand nach dem Boden war dadurch sogar geringer als vorab befürchtet. Am Zittergerät, dem Pauschenpferd, hatten beide Mannschaften so ihre Probleme. Beim TurnTeam konnte J. Hesse die Schwäche des Gegners nicht nutzen und auch Scharfe wurde vom Pferd geworfen. Nur Stolz und C. Hesse gewannen die Duelle mit fehlerfreien Darbietungen. Trotzdem ging das Pferd knapp an die Gäste. An den Ringen glich Schöllkopf die Partie mit einem Schlag wieder aus. Leider bestätigte Hesse die Trendwende nicht und verlor 5 Zähler gegen den stärksten Lustnauer. Stolz und Scharfe gewannen die letzten Duelle wieder klar und die Heimmannschaft ging mit knappem Vorsprung in die Pause. Der Sprung zählte vergangene Saison noch zu den Schwächen der Männer um Teamchef Jens Hesse. Doch die harte Arbeit im Training macht sich bemerkbar und so haben sich die Filstäler innerhalb eines Jahres zum besten Sprungteam der Liga avanciert. Als erstem Springer gelang es J. Hesse sogar, den Standbonus von 0,1 Punkten zu bekommen. Stolz sammelte anschließend 5 weitere Zähler ein und die Staufener hatten noch ihren Besten an diesem Gerät. Bei Schöllkopf konnte der für die Ausführung verantwortliche Kampfrichter Marco Röder nur wenig kritisieren und auch die Schwierigkeit, die an diesem Tag durch Martin Hummel bestimmt wurde, war doppelt so hoch wie die des Gegners. Folgerichtig gab es weitere 5 Punkte für die Filstäler und Schöllkopf grüßte zwischenzeitlich vom Podest der Rangliste aller STB-Ligaturner. Leider konnte Geyer seine Leistung nicht voll abrufen und gab die eben gewonnenen Zähler wieder ab. Zwar wussten die Zuschauer um die Schwäche an den letzten beiden Geräten, doch durch den Vorsprung könnte der Wettkampf über die Ziellinie gebracht werden. Der Trainer forderte nun volles Risiko. Stolz und C. Hesse waren dem Druck gewachsen, mussten aber Punkte abgeben. Schöllkopf riskierte einen neuen Abgang, überdrehte diesen jedoch im Eifer des Gefechts und auch J. Hesse vergab eine bessere Wertung gleich zu Beginn seiner Übung. Ganze 16 Punkte gingen in den Tübinger Stadtteil. Den Rückstand noch zu drehen, war angesichts der dürftigen Personalsituation am Königsgerät unmöglich. Die ehemaligen Turner auf der Zuschauertribüne grämten sich, dass sie ihre Karriere nicht noch um eine Saison verlängert haben. Sowohl Wahl, als auch die Sinn-Brüder und Kneller hätten ein Debakel verhindern können. Stattdessen machte Lustnau den Sieg klar. Als einziger Lichtblick am Reck zeigte C. Hesse sein Potenzial. Mit einem spektakulären Flugelement bedankte er sich für die Unterstützung der Fans und holte sich die Bestnote am Königsgerät. Für das TurnTeam Staufen geht es nun bereits nächste Woche gegen den MTV Ludwigsburg II. Dort erwartet die Staufer eine Mannschaft, die mit Erfahrung aus der 1. Bundesliga punkten kann. Doch auch beim MTV haben die Taktiker schon Schwächen gefunden und mit ein paar geschickten Kniffen und etwas Glück in den Duellen wollen die Turner die ersten Tabellenpunkte ins Filstal entführen.

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Ausgabe 12/2026
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