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Zu hohe Kosten für Stadt und Betreiber

Entscheidung um Neckargemünder Ruftaxilinien vertagt

Im Neckargemünder Gemeinderat wurde am 12. Mai über die Zukunft der Ruftaxilinien diskutiert.
Die Entscheidung über die Zukunft des Ruftaxis in den Neckargemünder Ortsteilen wurde vertagt.Foto: Julia Materna

Dabei ging es um die Frage, ob die bisherigen Verbindungen weiterhin angeboten oder teilweise eingestellt werden sollen. Betroffen sind die Linien 8911 nach Waldhilsbach, 8912 in Richtung Dilsberg, Mückenloch und Neckarhäuserhof sowie 8913 nach Kleingemünd.

Die Ruftaxen ergänzen den öffentlichen Nahverkehr vor allem in den Abend- und Nachtstunden. Die Stadtverwaltung hatte vorgeschlagen, die Linien entweder gar nicht mehr auszuschreiben oder nur einzelne Strecken, Wochentage und Zeiten beizubehalten. Hintergrund sind unter anderem die Kosten und die Auslastung der Angebote.

Dilsberg hat den größten Bedarf

Besonders stark genutzt wird die Linie 8912. Dort wurden im Jahr 2025 insgesamt 6.461 Fahrgäste gezählt, viele davon in den Abendstunden nach 20 Uhr. Viele Gemeinderatsmitglieder sehen das Ruftaxi vor allem als Beförderungsmittel für Partygänger. In der Diskussion wurde jedoch auch darauf hingewiesen, dass zahlreiche Pendler im Schichtdienst auf das Angebot angewiesen seien.

Um den Betrieb zunächst aufrechtzuerhalten, hatte die Stadt mit dem Taxiunternehmen Beckenbach eine Übergangslösung vorbereitet. Diese sieht Fahrten freitags und samstags zwischen 19 Uhr und 0.53 Uhr vor.

Eine Entscheidung über die künftige Ausgestaltung der Ruftaxilinien fiel in der Sitzung allerdings noch nicht. Der Beschluss wurde vertagt, da es Unstimmigkeiten bei der Ausgangslage gab.

Erscheinung
Neckarbote
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Ausgabe 21/2026
von Redaktion NUSSBAUMRedaktion NUSSBAUM/Julia Materna
19.05.2026
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Neckargemünd
Kategorien
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Kommunalpolitik
Politik