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//Enzklösterle ist um eine Attraktion ärmer//

Kletterwald Enzklösterle ist endgültig Geschichte Vom „Erlebnis- und Kletterwald Enzklösterle“ ist bis auf wenige verbliebene Hinweisschilder nichts...
Ein Hinweisschild für mehrere touristische Attraktionen.
In Enzklösterle findet man nur noch wenige Hinweise darauf, dass es noch bis vor Kurzem einen Waldklettergarten gab.Foto: Claudia Benz

Kletterwald Enzklösterle ist endgültig Geschichte

Vom „Erlebnis- und Kletterwald Enzklösterle“ ist bis auf wenige verbliebene Hinweisschilder nichts mehr zu sehen. Wo sich im Hirschtal seither Seile befanden, Hängebrücken, Leitern, Seilbahnen und was einen Kletterparcours sonst noch ausmacht, sind nicht einmal mehr die Bäume vorhanden, an denen die Klettereinrichtung festgemacht worden war.

Corona und Borkenkäfer haben das Ende des Kletterwaldes besiegelt

Im Jahr 2008 legte Jochen Steinert, CS Naturkonzepte, in Enzklösterle den Kletterwald im Hirschtal gleich neben dem großen Wanderparkplatz an. Im Frühling 2016 übernahm Markus „Max“ Grigoleit die Anlage und baute sie aus. Besondere Highlights waren die Mega-Seilbahn über das Hirschtal und der Freefalltree.

Corona brachte das wirtschaftliche Konzept des Kletterwaldes allerdings ins Schlingern. Die Anlage durfte zunächst gar nicht geöffnet werden und auch als es dann nach und nach wieder möglich war, blieben die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurück. So lohnten sich Investitionen nicht mehr, die an so einer Klettereinrichtung aus unbehandeltem Holz aber ständig notwendig sind.

Die Anlage verfiel nach und nach und machte zuletzt keinen guten Eindruck mehr. Dazu kam, dass einige Bäume im Bereich des Kletterwaldes aufgrund von Dürre und Borkenkäferbefall entfernt werden mussten. Somit war endgültig klar, dass der „Erlebnis- und Kletterwald Enzklösterle“ keinen Bestand mehr haben konnte.

Max Grigoleit entfernte nach Auskunft des zuständigen Revierförsters Patrick Bauer im Zeitraum von September 2024 bis März 2025 alle Seil- und Holzverbindungen an und zwischen den Bäumen und auch die gespannten Stahlseile über das Hirschtal. Nach dem Abbau stellte sich heraus, dass die Bäume viele Beschädigungen durch die verwendeten Befestigungsmittel aufwiesen, sodass sie aus Gründen der Verkehrssicherheit ebenfalls gefällt werden mussten.

Und heute?

Biegt man heute von der Hirschtalstraße in den Waldweg ein, der zur Erdbeerplatte führt, so sieht man vom ehemaligen Kletterwald rein gar nichts mehr. Eine kleine Sitzgruppe aus Holz lädt zwar zum Verweilen ein, doch der Blick fällt lediglich auf eine Lücke im umgebenden Baumbestand. Nur die frisch abgesägten Baumstümpfe zeugen noch davon, dass es hier vor Kurzem noch ganz anders aussah, und schon bald werden in der kleinen Lichtung wieder junge Bäume wachsen. Das Kapitel „Kletterwald“ ist in an dieser Stelle jedenfalls endgültig geschlossen. (cb)

Waldweg mit Lichtung auf der linken Seite.
Wo links des Weges der Kletterwald stand, sieht man heute nur noch eine kleine Lichtung.Foto: Claudia Benz
Erscheinung
Wildbader Anzeigenblatt mit Calmbacher Bote und den Amtlichen Bekanntmachungen von Enzklösterle
NUSSBAUM+
Ausgabe 35/2025
von Stadt Bad WildbadRedaktion NUSSBAUM
25.08.2025
Orte
Bad Wildbad
Enzklösterle