
Die Resonanz auf die Ausstellung „Zwischen Gestern und Morgen – Spuren einer Stadtgeschichte“ war für den Arbeitskreis Stadtgeschichte überwältigend. Vier Wochen lang waren in der Museumsstube im Alten Amtshof zahlreiche Exponate, Bilder und Schriftstücke aus der Zeit zwischen 1945 und 1975 zu sehen. An den Wochenenden im November und Dezember fanden insgesamt etwa 250 Besucherinnen und Besucher den Weg in die Schlossstraße. Darüber hinaus führte Stadtarchivar Wolfgang Froese noch Sonderführungen für die Fraktionen des Gemeinderats durch.
Auf Grundlage zahlreicher privater Leihgaben und Archivalien aus dem Stadtarchiv konnte ein breites Spektrum aus Verwaltung, Kirchen, Infrastruktur, Sport, Schulen und Wirtschaft dargestellt werden. Dabei wurde jedoch auch sichtbar, dass die Auseinandersetzung mit der NS- und Kriegszeit über Jahre hinweg zurückgestellt wurde, während der Wiederaufbau und die Etablierung demokratischer Strukturen im Vordergrund standen.
In den zahlreichen Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher, um die der Arbeitskreis gebeten hatte, kam das Erstaunen über die vielfältigen Veränderungen in der Zeit vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zu der Zeit der Eingemeindungen zum Ausdruck. Ein Gast merkte an: „Viele Erinnerungen, die wieder aufleben. Und wieviel hat sich verändert. Man glaubt es kaum.“ Ein anderer Kommentar: „Auch als Neu-Gernsbacher wecken die Ausstellungsstücke viele Erinnerungen und Emotionen …“
Mit der Auswertung der „Erinnerungszettel“ fand die Ausstellung für den Arbeitskreis einen eindrucksvollen und zugleich aufschlussreichen Abschluss.