Beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ konnten Richard Schütz und Bruno Unterhauser vom Heisenberg-Gymnasium Bruchsal (HBG) mit ihren Forschungsarbeiten überzeugen. Einen ersten Preis erhielt Richard Schütz mit seinem Forschungspartner für seine technische Forschung der Optimierung von 3D-Druckpfaden mittels Spannungsanalyse für höhere Bauteilstabilität. Aus dem bionischen Vorbild von Holzfasern, die bevorzugt entlang derjenigen Richtungen orientiert sind, in denen Zug- und Druckspannungen durch Eigengewicht, Windlasten oder äußere Einwirkungen auftreten, entwickelte er eine Methodik zur lastfallgerechten Erzeugung von Infill-Strukturen im FDM-3D-Druck. Sein Ziel war hierbei, durch die Anordnung der 3D-Druck-Filamente mittels einer programmierbaren Optimierung der Druckpfade die Festigkeit und Materialeffizienz gezielt zu erhöhen.
Ebenso erfolgreich präsentierte der HBG-Schüler Bruno Unterhauser seine Forschungsarbeit „Der Neutralisator – ein Projekt von Schüler zu Schüler“, die eine Verbindung von Chemie, Technik und Umweltbildung bietet. Er wurde mit dem Sonderpreis des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg ausgezeichnet. Im Mittelpunkt des Projekts steht ein selbst entwickeltes Experimentiersystem, das den Prozess der Neutralisation automatisiert darstellt und messbar macht. Mithilfe von Sensoren, Steuerungstechnik und einem modular aufgebauten System können Schülerinnen und Schüler den Ablauf einer Neutralisation nachvollziehen und experimentell erleben. Ziel ist es, chemische Prozesse anschaulicher zu machen und gleichzeitig einen Bezug zu aktuellen Umweltfragen und nachhaltigem Bewusstsein herzustellen. Nb
Demokratieverständnis durch Erinnerungsarbeit
Eine besondere Form des historischen Lernens erlebten die neunten Klassen des HBG bei ihrer Fahrt zur ehemaligen Konzentrationslager-Gedenkstätte Natzweiler-Struthof im Elsass. Im Rahmen des Geschichtsunterrichts setzten sie sich intensiv mit den Verbrechen des Nationalsozialismus auseinander und erhielten dabei eine außergewöhnliche Perspektive: Die Führung durch die Gedenkstätte wurde von eigens ausgebildeten Schülerguides durchgeführt. Im Rahmen eines Pilotprojekts der Landeszentrale für politische Bildung hatten sich Schülerinnen und Schüler der zehnten und elften Jahrgangsstufe zuvor intensiv mit der Geschichte des Lagers auseinandergesetzt und führten durch die Gedenkstätte - ein besonders direkter Zugang zu historischen Themen. Nb


