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ERFOLGSGESCHICHTEN

Nicht Paschas und Sozialbetrüger, sondern fleißige Schafferle! Seit Jahren unterstützt der „Runde Tisch Flüchtlingsarbeit Aichtal“ ehrenamtlich...
Das ist Ahmed Al Bayyouk, der ErnsthafteFoto: Rita Amer

Nicht Paschas und Sozialbetrüger, sondern fleißige Schafferle!

Seit Jahren unterstützt der „Runde Tisch Flüchtlingsarbeit Aichtal“ ehrenamtlich aus ihrer Heimat vertriebene oder geflüchtete Zuwanderer. Wir möchten dem Narrativ, dass die Zuwanderer Menschen sind, die sich bei uns in der sozialen Hängematte ausruhen, mit diesen Erfolgsgeschichten etwas entgegensetzen.

Seit Anfang 2022 kümmern wir uns auch um einige junge Männer aus Gaza / Palästina, aus Syrien und dem Libanon, über die wir hier berichten dürfen. Mittlerweile stehen die meisten von ihnen auf eigenen Füßen. Sie haben viele Herausforderungen gemeistert, bis sie so weit gekommen sind: Eine große Hürde bei der Arbeitssuche sind die anfangs fehlenden Deutschkenntnisse. Auch die rechtlichen Bestimmungen sind häufig ein großes Hindernis, denn Geflüchtete mit Duldung oder ungeklärtem Aufenthaltsstatus müssen für jede Arbeitsstelle bei der Ausländerbehörde eine Erlaubnis beantragen. Leider dauert es oft sehr lang für die Erteilung der Arbeitserlaubnis, denn hier muss auch noch das Regierungspräsidium Karlsruhe und die Agentur für Arbeit grünes Licht geben, so dass der jeweilige Job bis dahin oft weg ist. Die dritte große Hürde für ein unabhängiges Leben und eine gelungene Integration ist die Wohnungssuche.

Trotz aller Widrigkeiten kann die Integration gelingen, wie uns solche Erfolgsgeschichten zeigen.

Das ist Ahmed Al Bayyouk, der Ernsthafte

Ahmed ist ein paar Jahre älter als seine Mitbewohner und daher auch ein wenig ernster. Auch er hat einige Integrationskurse absolviert, hat nach einigen Jahren auf dem Bau, in denen er zwar viel Geld verdient hat, jedoch auch sehr hart arbeiten musste, nach Alternativen gesucht und wurde auf der Aichtaler Ausbildungs- und Jobmesse letztes Jahr fündig: Seitdem arbeitet er für einen Pflegedienst in Filderstadt als Koch und braucht keine Leistungen vom Amt für Flüchtlingshilfe. Er sehnt sich nach einer eigenen kleinen Wohnung, damit er endlich die Flüchtlingsunterkunft verlassen kann. Demnächst kann er bei einem Fenster- und Türenbauer in Aichtal zusätzlich einen Minijob anfangen. Darauf ist er sehr gespannt und hofft, viel Neues zu lernen.

Das ist Thaer Qablawi, der Schnelle

Thaer fand ganz rasch Arbeit bei einer Baufirma im Rheinland. Es war nicht einfach, die Löschung seiner Wohnsitzauflage zu erreichen, denn solange die Geflüchteten von staatlichen Leistungen leben und ihr Aufenthaltsstatus in der Schwebe ist, dürfen sie nicht hinziehen, wo sie wollen. Aber nun ist er schon seit geraumer Zeit dort im Westen Deutschlands, lebt in einer von ihm gemieteten Wohnung, hat mittlerweile sogar einen „Career Change“ vollzogen, arbeitet als Kellner in einem 4-Sterne-Hotel und fühlt sich pudelwohl.

Das ist Ahmed Hamo, der Zielstrebige

Ahmed, der mit seinem Bruder Shiar nach Aichtal umverteilt wurde, ist syrischer Kurde. Eine Familie in Neuenhaus kümmert sich sehr liebevoll um die beiden jungen Männer, die durch den Krieg in Syrien im Alter von 14 und 15 von ihren Eltern getrennt wurden und sich allein durchschlagen mussten. Ahmed hat zunächst erfolgreich Integrationskurse bis B1 abgeschlossen, dann ein Praktikum im Pflegeheim absolviert und schließlich mit Hilfe der Neuenhauser Familie Arbeit und Wohnung bei einem Malerbetrieb gefunden. Beide Seiten sind sehr froh, einander gefunden zu haben, und Ahmed ist in dem kleinen Familienbetrieb wunderbar integriert.

Erscheinung
Mitteilungsblatt Stadt Aichtal
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Ausgabe 16/2026
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