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Dies und das

//Erfreulicher Frühlingseffekt am heimischen Arbeitsmarkt//

Quote im Landkreis Calw sinkt auf 3,9 Prozent Der Mai bringt spürbare Entlastung für den Arbeitsmarkt in der Region. Im gesamten Bezirk der Agentur...

Quote im Landkreis Calw sinkt auf 3,9 Prozent

Der Mai bringt spürbare Entlastung für den Arbeitsmarkt in der Region. Im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 425 Personen oder 2,5 Prozent auf insgesamt 16.325 gesunken. Dieser Rückgang fällt für das Frühjahr ungewöhnlich kräftig aus, denn im Zehnjahresdurchschnitt sank die Zahl von April auf Mai sonst nur um rund 80 Personen. Damit liegt die Gesamtarbeitslosenquote im Bezirk nun bei 4,7 Prozent und hält sich exakt auf dem Niveau des Vorjahres. Besonders erfreulich zeigt sich die Entwicklung im Landkreis Calw, wo die Quote um 0,1 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent zurückgegangen ist – vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei deutlich höheren 4,3 Prozent. Aktuell sind im Kreis 3.683 Menschen arbeitslos gemeldet. Ein Wermutstropfen bleibt der lokale Blick auf das Obere Enztal: Der Geschäftsstellenbezirk Bad Wildbad verzeichnet mit 5,6 Prozent weiterhin die höchste Quote innerhalb des Agenturbezirks, während die Nachbarstadt Calw bei stabilen 3,7 Prozent liegt.

Unsicherheiten bremsen die Dynamik aus

Trotz der positiven Mai-Zahlen bleibt der Arbeitsmarkt im Nordschwarzwald von einer spürbaren Zurückhaltung geprägt. Es fehlt der wirtschaftliche Schwung, was vor allem an der angespannten weltpolitischen Lage liegt. Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sorgen für Verunsicherung in den Chefetagen. Laut Martina Lehmann, der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, beobachten vor allem die stark exportorientierten Betriebe sowie energieintensive Branchen die Entwicklungen sehr aufmerksam und agieren bei Neueinstellungen eher vorsichtig. Dass der Markt dennoch stabil bleibt, liegt auch am deutlichen Rückgang der Kurzarbeit. Nach aktuellen Hochrechnungen für den Januar verzeichnete die Region nur noch 2.157 Kurzarbeiter in 117 Betrieben – ein massiver Rückgang im Vergleich zum Januar des Vorjahres, als noch fast 8.000 Beschäftigte in 210 Betrieben von Kurzarbeit betroffen waren.

Deutliches Plus bei den Stellenmeldungen im Kreis Calw

Ein starkes und hoffnungsvolles Signal kommt in diesem Monat vom Stellenmarkt, insbesondere aus dem Landkreis Calw. Hier wurden im Mai 2009 neue Stellenangebote gemeldet. Das ist nicht nur ein Plus von 18,1 Prozent gegenüber dem Vormonat April, sondern ein massiver Zuwachs von gut 50 Prozent im Vergleich zum Mai des Vorjahres. Insgesamt verfügt der Landkreis Calw damit aktuell über einen Bestand von 849 offenen Stellen. Im gesamten Agenturbezirk wurden in den vergangenen vier Wochen 774 neue Arbeitsplätze gemeldet. Agenturchefin Lehmann zeigt sich darüber erleichtert, da diese neuen Angebote einen entscheidenden Beitrag zur Fachkräftesicherung und zum weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit leisten können. Wer allerdings bereits in Arbeit ist, spürt den leichten Strukturwandel: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag in der Region zuletzt mit rund 223.000 Personen um 1,1 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Gute Chancen für den Nachwuchs

Gute Nachrichten gibt es für die Generation von morgen, die im Landkreis und der Umgebung den Schritt ins Berufsleben wagt. Auf dem regionalen Ausbildungsmarkt stehen die Chancen für Jugendliche bei entsprechender Flexibilität nach wie vor gut. Derzeit suchen im gesamten Agenturbezirk noch 1.076 junge Menschen nach einem passenden Ausbildungsplatz, während auf der anderen Seite 1.432 unbesetzte Lehrstellen auf Bewerber warten. Da es aufgrund von internen Systemumstellungen bei der Bundesagentur für Arbeit derzeit noch zu statistischen Unterzeichnungen kommt, dürfte das tatsächliche Angebot an Ausbildungsplätzen sogar noch um rund 5,5 Prozent höher liegen. Martina Lehmann rät deshalb allen Jugendlichen, die für den kommenden Herbst noch auf der Suche oder unschlüssig bei der Berufswahl sind, schnellstmöglich den Kontakt zur Berufsberatung der Agentur für Arbeit zu suchen – Gelegenheiten direkt vor der Haustür gibt es zurzeit genug. (pm/red)

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exklusiv online
von Stadt Bad WildbadRedaktion NUSSBAUM
29.05.2026
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