
Eine Zäsur für Tennenbronn begann am 27. Januar 2006. Der damalige Schramberger Oberbürgermeister Dr. Herbert O. Zinell und Tennenbronns stellvertretende Bürgermeisterin Elvira Schubert unterzeichneten den Vertrag, mit dem die einstmals stolze Gemeinde ihre Selbstständigkeit freiwillig aufgab und zu einem Stadtteil von Schramberg wurde.
20 Jahre sind seither vergangen. Das Tennenbronner Heimathaus hat sein Leitbild nicht zuletzt darauf begründet, die Identität und Geschichte des Ortes zu bewahren. OB Zinell unterstützte damals das Projekt und war zum 20. Jahrestag auch gerne bereit, in einem Vortrag an die außergewöhnlichen Ereignisse dieser Zeit zu erinnern.
Er erzählt sie aus seiner subjektiven Sicht als damaliger Oberbürgermeister der Stadt Schramberg und betont ausdrücklich, dass es ihm nicht um ein „Nachkarten“ nach 20 Jahren geht: Wie Angebote zu einer kommunalen Zusammenarbeit mit mehreren Gemeinden aus Sorge um die Selbstständigkeit scheiterten und dann völlig überraschend das Gesuch des Tennenbronner Gemeinderates für eine mögliche Eingliederung aufschlug. Neben der Sacharbeit wird die große Polarisierung im Ort zwischen Befürwortern und Gegnern Thema sein, aber auch die Meinung der Öffentlichkeit in Schramberg. Da sich die Gefühlslage der Eingemeindungsgegner nach der Entscheidung nicht einfach auflöste, spielt die Umsetzung der Versprechungen eine wichtige Rolle.
Der Vortrag findet am Mittwoch, den 6. Mai 2026, um 19.30 Uhr im katholischen Pfarrsaal in Tennenbronn statt. Die Dauer ist ca. 45 Minuten, der Eintritt ist frei.