Erneuerbare Energien verteidigen!
Am vergangenen Sonntag war auch eine Gruppe von Ortsverbands-Mitgliedern aus Walldorf auf dem Weg nach Köln, um mit über 80.000 Menschen deutschlandweit Kritik an der aktuellen Politik von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und vor allem um für den Erhalt erneuerbarer Energien zu demonstrieren. Die Stimmung war friedlich, aber die Wut der Bürger über die Vorschläge zu den neuen Energieszenarien war deutlich zu spüren.
80.000 Menschen sind am letzten Samstag bundesweit auf die Straße gegangen, um ein klares Zeichen zu setzen: Wir lassen uns die Erneuerbaren nicht kaputtmachen. Das waren die größten Demonstrationen für erneuerbare Energien, die es bisher gab!
Von Berlin bis München, von Hamburg bis Köln – überall war spürbar:
Die Unterstützung für Erneuerbare Energien ist stark, entschlossen und sie wächst weiter.
Doch genauso klar ist: Jetzt darf der Druck nicht nachlassen.
Die Bundesregierung plant weiterhin Maßnahmen, die den Ausbau Erneuerbarer Energien ausbremsen:
• das Netzpaket
• das Gebäudemodernisierungsgesetz
• ein neues EEG mit Einschnitten für private PV-Anlagen
Das bedeutet: längere Abhängigkeit von fossilen Importen, höhere Preise und mehr Unsicherheit. Wir wollen: einen beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren und gleichzeitig Maßnahmen, die den Ausbau günstiger machen.
Deshalb jetzt der nächste Schritt:
Wir tragen in Walldorf dieses starke Signal weiter und wollen noch mehr Menschen zur Unterstützung mobilisieren!
Die Demonstrationen am 18. April haben gezeigt, was möglich ist, wenn alle Unterstützer zusammenkommen. Jetzt müssen diese Proteste in die Regionen, in andere Städte, nach Walldorf getragen werden. Denn vor Ort sitzen die Handwerker*innen, Dienstleister*innen, Energieverbraucher*innen, Kommunen usw., die von neuen Erneuerbare-Energien-Gesetzen ausgebremst werden.
Wir planen auch Aktivitäten hier in Walldorf und werden Sie auf dem Laufenden halten
Hans-Eugen Kögel * 20.01.1953 † 09.04.2026
Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen Walldorf trauert um unser langjähriges Mitglied Hans-Eugen. Er war ein stiller, verlässlicher, offener Unterstützer unserer politischen Inhalte, ohne sich dabei groß in der Öffentlichkeit zu bewegen. Hans-Eugen war vielseitig interessiert und für uns ein freundlicher Gesprächspartner. Leider ist er jetzt viel zu früh verstorben. Wir wünschen seiner Frau und allen Angehörigen viel Kraft in dieser schweren Zeit.
Nie vergessen: den Gau vor 40 Jahren in Tschernobyl am 26. April 1986
Vierzig Jahre nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl wollen wir an die Folgen der Katastrophe erinnern. Am 26. April 1986 kam es im Block 4 des ukrainischen Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der Grenze zu Weißrussland zu einem folgenschweren Unfall. Während eines Tests geriet der Reaktor außer Kontrolle, die Notabschaltung versagte und es kam zu einer Explosion. Der hochradioaktive Kern begann zu brennen und zu schmelzen. Die radioaktive Wolke zog über ganz Europa und führte zu erheblichen gesundheitlichen und ökologischen Schäden. Millionen Menschen waren betroffen, besonders schwer traf es die Bewohner und Bewohnerinnen der stark verstrahlten Gebiete in Weißrussland, Russland und der Ukraine. Nach Angaben der IPPNW sind in Europa bis 2056 etwa 240.000 zusätzliche Krebsfälle infolge des Unfalls zu erwarten. Auch die Zahl der Fehlbildungen, Totgeburten und die Säuglingssterblichkeit stieg in den Monaten nach dem Unfall deutlich an. Die psychologischen, sozialen und ökologischen Folgen sind bis heute spürbar.


