Angenehme Temperaturen um die 8 Grad sorgten am Morgen eines ansonsten verregneten zweiten Adventswochenendes für zahlreiche Nachmeldungen für den Nikolauslauf und bescherten der Sportgemeinschaft Bad Schönborn (SG) einen neuen Teilnehmerrekord von rund 1.250 Teilnehmern. Organisator Wolfgang Reichert durfte sich wieder auf etwa 100 Helferinnen und Helfer verlassen, die rund um das Event im Einsatz waren.
Oftmals kostümiert konnten sich die Läuferinnen und Läufer zwischen einem 10 km-Hauptlauf oder einem 5 km langen Jedermannslauf entscheiden oder die verkürzte Strecke walken. In umgekehrter Reihenfolge starteten die Bambini- und Jugendläufe später.
Viele Gruppen finden den Weg nach Bad Schönborn und nehmen eine erstaunlich lange Anreise auf sich, wie etwa Jürgen Engels von der LT Olympya Ramstein, der seinen 50. Lauf in diesem Jahr absolvierte, und das im Gehen. Er freute sich, dass es auch in dieser Disziplin mehr Anmeldungen gab als sonst.
Ein Wiedersehen gibt es regelmäßig mit ehemaligen Siegern oder Leistungsträgern der SG wie Tobias Arnold, der inzwischen in Mannheim als Arzt praktiziert, oder Viola Grabs, ehemals Schmidt, die mit der ganzen Familie teilnahm. Joshua Sickinger, der den diesjährigen New York Marathon erst im November mit einer starken Zeit von 2:36 Stunden absolvierte, startete trotz Trainingspause.
Informativ moderierte der Leichtathletikexperte Roland Frey die Läufe, die von Bernd Kleinlagel gestartet wurden. Die Feuerwehr sperrte nicht nur das Gelände ab, sondern hatte ein Team am Start, genau wie die Polizei, die auf Initiative der neuen Revierleiterin Pamela Pott „laufend für Nachwuchs“ warb. Wenig Zeit für sportliche Aktivitäten hat die Ortsgruppe des Roten Kreuzes, die derzeit rund um die Uhr Einsätze hat und beim Nikolauslauf glücklicherweise nur zwei Patienten betreute.
Voll motiviert waren auch die Schüler, Jugendlichen und Bambini, die auf die 700 Meter bzw. 2,2 km-Strecke gingen. Die Jüngsten erhielten von Verena Reichert einen Nikolaus. Da die Schönbornhalle nach wie vor „Under Construction“ ist, fand die Siegerehrung in der Ohrenberghalle statt. Im zweiten Jahr haben sich die Wege allerdings eingespielt. SG-Vorständin Patricia Huckele und Georg Kerle ehrten die Sieger, die bis ins hohe Alter zum Jahrgang 1936 vertreten waren. Sie erhielten den obligatorischen Weihnachtsstern und Urkunden. Alle Zeiten kann man auf der Website der SG bei BR-Timing einsehen. (cm)
