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Erster Grasfroschlaich im Steinbruch Leferenz seit 17 Jahren

Zum Beginn der laufenden Amphibiensaison gelang eine sehr erfreuliche Beobachtung: Zum ersten Mal seit 2009 konnte auf der unteren Ebene im Steinbruch...
Bergmolche am Grasfroschlaich
Bergmolche am GrasfroschlaichFoto: Sandra Panienka

Zum Beginn der laufenden Amphibiensaison gelang eine sehr erfreuliche Beobachtung: Zum ersten Mal seit 2009 konnte auf der unteren Ebene im Steinbruch Leferenz, genauer gesagt im Folienteich, Grasfroschlaich festgestellt werden. Dokumentiert wurden drei Grasfrösche, ein Weibchen und zwei Männchen.

Typisch für den Grasfrosch sind die großen Laichballen, welche aus 700 bis 4.500 Eiern bestehen können und in vegetationsreichen Flachwasserbereichen abgesetzt werden. Das Laichgeschehen konzentriert sich im zeitigen Frühjahr häufig auf bestimmte Gewässerbereiche, so dass Laichballenansammlungen von mehreren Quadratmetern Größe entstehen können.

Zwar wurde der Laich sofort von den etwa 140 im Biotop kartierten Bergmolchen (an)gefressen. Auch die Eier und Kaulquappen zählen zu den Vorlieben des Bergmolchs, weshalb es bei der geringen Anzahl des Laichs nicht allzu wahrscheinlich ist, dass sich daraus Nachwuchs entwickeln kann. Dennoch zeigt es, dass sich die Grasfroschpopulation erholt und der Grasfrosch wieder zum Arteninventar des Steinbruchs zählt.

Grasfrösche sind in Baden-Württemberg sehr häufig, weil sie sich durch ihre Flexibilität und hohe Anpassungsfähigkeit viele Lebensräume zunutze machen. Die Bestandstrends sind allerdings alarmierend. Man geht davon aus, dass die Zahl der Grasfrösche in Baden-Württemberg in den letzten 60-70 Jahren um über 95 Prozent gesunken ist. Seit 2022 steht er in Baden-Württemberg auf der Roten Liste in der Kategorie „gefährdet“.

Livestream aus dem Turmfalkennistkasten der ev. Kirche

Seit 2023 streamen wir live das Geschehen im Turmfalkennistkasten der ev. Kirche in Dossenheim. Zunächst ermöglichten zwei, mittlerweile sogar vier Kameras Einblicke in 4K-Qualität. Als Vorbereitung für die Brutsaison 2026 haben wir im vergangenen Herbst mit den Konfis den Turmfalkennistkasten gereinigt und eine zusätzliche Kamera im vorderen Nistkastenbereich eingebaut.

Nutzen Sie die Möglichkeit und erleben Sie exklusive Einblicke in die faszinierende Welt der Turmfalken – vom Scharren der Nistmulde über die Eiablage bis hin zur Aufzucht der Jungvögel. Die Balz ist derzeit in vollem Gange, inklusive Revierstreitigkeiten mit den Dohlen. Der Livestream ist abrufbar über die Homepage des BUND OV Dossenheim unter dossenheim.bund.net sowie der Ev. Kirchengemeinde Dossenheim unter ekidoss.de/nistkasten-livestream/.

Patricia Reister

Erscheinung
Gemeinde-Nachrichten Dossenheim
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Ausgabe 12/2026
von BUND
18.03.2026
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