
Musik, Apfelsaft und Zusammenhalt – das erste gemeinsame Mostfest der drei Büchenauer Vereine begeistert Publikum und zeigt, was gelebte Gemeinschaft bedeutet.
Büchenau, 28. und 29. September – „Wenn drei Vereine heute eine Festhalle bauen wollten, würde das wohl mit E-Mails, Sitzungen und endlosen Diskussionen beginnen – und am Ende in einer WhatsApp-Gruppe landen, in der keiner antwortet.“ So brachte es Marcel Holzer, Vorstand vom Gesangverein Harmonie, in seiner Begrüßungsrede charmant auf den Punkt. In Büchenau war das 1967 anders: Da wurde beschlossen, dass eine Festhalle hermuss – also packte man sie an. Von der Idee (September 1967) bis zur Grundsteinlegung und dem Baubeginn (Mai 1968) vergingen gerade einmal acht Monate. Und heute führen die drei Büchenauer Kulturvereine diese Tradition fort – mit vereinter Kraft, viel Musik, echter Begeisterung und demselben Glauben daran, dass man gemeinsam einfach mehr erreicht.
Unter dem Jubel des Fassanstichs am Sonntag eröffnete Ortsvorsteherin Marika Kramer offiziell das Fest. Mit dabei waren Mitglieder des Ortschaftsrats, die Vereinsvorstände Günter Zimmermann (Harmonika-Freunde) und Steffen Krüger (Musikverein) – und natürlich Hartmut Matz, unser Prachtkerl und unermüdlicher Koordinator rund um die Veranstaltungshalle.
Den musikalischen Auftakt gestaltete der Musikverein Harmonie Untergrombach unter der Leitung von Dirigent David Haß beim Fassanstich – und überzeugte mit Stimmung, Spielfreude und charmanten Singeinlagen. So schwungvoll, dass selbst das Fass beinahe im Takt mitgewippt hätte.
Am Nachmittag folgte der Musikverein Eintracht Obergrombach unter der Leitung von Dirigent Stefan Degen – mit stimmungsvollem Musikprogramm und zahlreichen Höhepunkten, die das Publikum begeisterten und zum Klatschen und Mitsingen animierten. Dazwischen stand das Apfelsaftpressen für die Kinder auf dem Programm – ein echtes Highlight! Unter der fachkundigen Anleitung von „Opa“ Günter Zimmermann wurden die von ihm besorgten Äpfel gemeinsam gewaschen, geschnitten, geraspelt und schließlich gepresst. Der frisch gepresste, süße Saft wurde natürlich sofort verkostet – mit leuchtenden Kinderaugen und begeistertem Publikum.
Der Montag startete traditionell mit einem Handwerkeressen, begleitet vom Ehemaligen-Orchester der Harmonikafreunde Helmsheim. Musik, Gemeinschaft und Heimatgefühl – eine rundum gelungene Ergänzung zum Fest! Fortsetzung in Teil 2.


