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Fahrt zu „Deutschlands Riviera“

Das erste Ziel des diesjährigen Tagesausflugs des FORUM älterwerden war das wohl schönste Städtchen an der hessischen Bergstraße, Heppenheim. Bei...
Historischer Marktplatz HeppenheimFoto: KG

Das erste Ziel des diesjährigen Tagesausflugs des FORUM älterwerden war das wohl schönste Städtchen an der hessischen Bergstraße, Heppenheim. Bei einem geführten „Stadtspaziergang“ durch das mittelalterliche Städtchen bewunderten wir rings um den historischen Marktplatz viele Fachwerkhäuser, darunter das Rathaus mit seiner rot weißen Fassade. Gegenüber dem Rathaus steht die ehemalige Apotheke Pirsch. Hier absolvierte der berühmte Chemiker Justus Liebig 1817/18 zehn Monate seiner Lehrzeit. Der Gasthof „Goldener Engel“ (in dem wir vorzüglich gegessen haben) war ehemals die Zunftherberge der Schneider. Ebenfalls befindet sich hier das Geburtshaus von Margarethe Berg, Großmutter mütterlicherseits von Fürstin Gracia Patricia von Monaco. In der Mitte steht der Marktbrunnen mit einer Marienstatue.

Bedeutende Häuser und schöne Aussichten

Unser Weg führte uns an dem früheren Stadtschloss, heutige Grundschule, vorbei ins „Faule Viertel“. Zu den bedeutendsten Häusern gehört das Stelzenhaus aus dem 17. Jahrhundert. Als wir durch die Schunkengasse kamen, hatten wir einen wunderbaren Blick auf die 1065 vom Kloster Lorsch erbaute Starkenburg, die hoch über der Stadt thront und als Wahrzeichen dient. Begeistert waren wir von der St. Peterskirche, im Volksmund „Dom der Bergstraße“ benannt mit ihren schönen Fenstern und Altar. Ihre Ursprünge gehen auf das Jahr 755 zurück. Das wohl älteste Fachwerkhaus Heppenheims ist der Kurmainzer Amtshof aus dem 14. Jahrhundert. Er wurde als Verwaltungsgebäude der Mainzer Erzbischöfe erbaut. Heute ist ein Museum darin untergebracht.

Blick in die Vergangenheit

Nach unserem Rundgang stärkten wir uns im Gasthof Goldener Engel und setzten am Nachmittag unsere Fahrt nach Lorsch fort. Hier erfuhren wir bei einer Führung, dass das bekannteste Gebäude des UNESCO-Welterbes Kloster Lorsch die sogenannte Tor- und Königshalle ist. Sie wurde um 900 erbaut und gilt als eines der am besten erhaltenen Beispiele Karolingischer Baukunst. Wir gingen weiter zur Klosterkirche, die 774 unter Anwesenheit Karl des Großen eingeweiht wurde und ursprünglich über 100 Meter lang war. In der Zehntscheune, das älteste nachklösterliche Gebäude auf dem Klostergelände, sind heute archäologische Fundstücke von der Römerzeit bis ins 19. Jahrhundert untergebracht. Nach der geschichtlichen Begehung gönnten wir uns im Städtchen noch eine Tasse Kaffee oder ein Eis bei herrlichem Sonnenschein bevor wir die Heimfahrt antraten. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gingen begeistert von diesem schönen erlebnisreichen Tag nach Hause. (kg/red)

Blick auf die Starkenburg.Foto: KG
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von FORUM älterwerden WeingartenRedaktion NUSSBAUM
15.06.2026
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