
Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit trinken täglich Kaffee. Dennoch können viele der Menschen, die ihn anbauen, ihren Lebensunterhalt damit nicht bestreiten. Fairtrade möchte das ändern und unterstützt Kaffeebäuerinnen und -bauern dabei, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern. Rund 870.000 Produzentinnen und Produzenten bauen Kaffee im Fairtrade-System an. 624 Produzentenorganisationen erzeugten 2022 gemeinsam etwa 700.000 Tonnen Fairtrade-Kaffee.
Die Kaffeeindustrie ist komplex: Von Honduras über Vietnam bis nach Kenia und Indonesien sind rund 125 Millionen Menschen auf den Kaffeeanbau angewiesen. Die Lieferkette umfasst zahlreiche Stationen, während viele Bäuerinnen und Bauern kaum wissen, wohin ihr Kaffee verkauft wird oder welchen Preis er erzielt. Häufig reichen die Erlöse nicht einmal aus, um die Produktionskosten zu decken. Schwankende Weltmarktpreise, Spekulation, steigende Kosten und der Klimawandel mit Schädlingen, Krankheiten und extremen Wetterlagen verschärfen diese Situation zusätzlich.
Fairtrade setzt hier an: Der Fairtrade-Mindestpreis schützt vor plötzlichen Preisstürzen und schafft Planungssicherheit. Die Fairtrade-Prämie wird zusätzlich ausgezahlt und in Gemeinschaftsprojekte, Qualitätsverbesserungen oder ökologische Anbaumethoden investiert. Klimaanpassungsmaßnahmen wie widerstandsfähige Kaffeesetzlinge oder Schulungen stärken die Betriebe langfristig. Durch den Zusammenschluss in Kooperativen verbessern sich zudem die Verhandlungsmöglichkeiten und der Zugang zu neuen Märkten.
So trägt der faire Handel dazu bei, den Kaffeeanbau zukunftsfähiger zu gestalten und den Menschen vor Ort neue Perspektiven zu eröffnen.
Am Ende des Fairbruary bleibt vor allem eine Erkenntnis: Fairer Handel verbindet unseren Alltag mit der Lebensrealität der Menschen, die unsere Produkte herstellen.