Der zweite Sonntag im Mai und auch Christi Himmelfahrt nahen und somit auch Mutter- und Vatertag. Die Verehrung mütterlicher Tugenden geht bis in die Antike zurück. Bei ihren Frühlingsfesten huldigten die alten Griechen zum Beispiel Rhea, der Göttin der Erde und der Fruchtbarkeit. Der Muttertag wie auch der Vatertag in seiner modernen Form entstanden in den Vereinigten Staaten. Die Dichterin und Frauenrechtlerin Julia Ward Howe forderte 1870 angesichts von Krieg und Sklaverei einen „Muttertag des Friedens“ – eine Idee, die Jahrzehnte später die Feministin Anna Jarvis wieder aufnahm. Um ihre gestorbene Mutter zu ehren und auf Probleme von Frauen aufmerksam zu machen, forderte sie einen Festtag für alle Mütter, der 1914 von US-Präsident Woodrow Wilson eingeführt wurde. Sonora Smart Dodd wollte nach dem Vorbild des Muttertags auch Väter ehren, nachdem ihr Vater im Sezessionskrieg gekämpft und als Witwer sechs Kinder allein großgezogen hatte. Bald gelangte die Idee nach Europa – 1923 wurde erstmals Muttertag in Deutschland gefeiert, der Vatertag folgte in den 30er Jahren.
Warum diese Tage gerade im Zusammenhang mit dem fairen Handel so besonders sind? Der faire Handel lädt zum Nachdenken ein über Machtverhältnisse, Geschlechterrollen und internationale Handelsstrukturen. Fair-Handels-Organisationen setzen gezielt auf gleichberechtigte Teilhabe: gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, Zugang zu Führungsrollen, Mitbestimmung in Entscheidungsprozessen. Frauen erhalten durch faire Handelsnetzwerke oft erst Zugang zu Märkten – weltweit leisten Frauen einen überproportional hohen Anteil unbezahlter beziehungsweise schlecht entlohnter Arbeit.
Fair gehandelte Produkte stehen deshalb für Nachhaltigkeit, Respekt und Wertschätzung – Werte, die perfekt zum Mutter- und Vatertag passen. So werden diese Tage nicht nur zu einem Fest der Liebe, sondern auch zu einem Zeichen für mehr Gerechtigkeit in der Welt. Das Team vom Weltladen Gerlingen freut sich, beim Fairschenken unterstützen zu dürfen!


