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Tolle Stimmung trotz Regen

Faschingsumzug 2026 in Frauenweiler mit 29 Gruppen

Tolle Stimmung, 29 teilnehmende Gruppen, wilde und fantasievolle Kostüme und am Wegesrand wurde kräftig mitgemacht beim Umzug in Frauenweiler.
Das Prinzenpaar Lisa-Maria I. und Prinz Potty.
Das Prinzenpaar Lisa-Maria I. und Prinz Potty fuhr im Auto zu Beginn des Umzugs mit.Foto: LIP

Beim Faschingsumzug in Frauenweiler stimmte mal wieder alles. Lediglich das Wetter spielte nicht unbedingt mit. Es war kühler als an den zurückliegenden Tagen und Petrus ließ so manchen Regentropfen niedergehen.

Aber all dies konnte die Begeisterung kaum bremsen. Man hatte vorgesorgt, entweder mit wärmender Kleidung oder mit Schirmen ausgerüstet. Los ging es mit dem heimischen Spielmanns- und Fanfarenzug, gefolgt vom Auto des Prinzenpaares, in dem Lisa-Maria I. und Prinz Potty saßen. Das Ehepaar war bestens vorbereitet.

„Wir sind vom Orga-Team angesprochen worden, ob wir Lust hätten, als Prinzenpaar am Umzug teilzunehmen, und wir haben Ja gesagt“, berichtete Lisa-Maria noch vor dem offiziellen Startschuss. Wenig später sei dann ein Brief mit „Herzlichem Glückwunsch – ihr seid es“ gekommen. Entsprechend groß war natürlich die Vorfreude.

Reges Treiben

Direkt dahinter on Tour der Wagen der Karnevalsgesellschaft Blau-Weiss Wiesloch, die nach dem erfolgreichen Rathaussturm die kurze Reise nach Frauenweiler – dort findet übrigens der einzige Umzug im gesamten Stadtgebiet statt – angetreten hatten. Und dann reihten sich die Wieslocher Frauen, frei nach dem Motto „Die Hexenküche brodelt, wir kochen über“.

Es ging weiter, Schlag auf Schlag. Der Valentinstag wurde von den Faschingsfreunden Frauenweiler bedacht, die „Nixen vom Bottloch“ zogen an den vielen Zuschauern vorbei und auch der Opel Club war vertreten.

Eine Abordnung aus Nußloch war ebenfalls dabei, und zwar der Verein „A wenig Gugge“, mit entsprechender Musik. Ebenfalls aus Nußloch reihten sich die Rocking Mamas ein, ehe Jenny I., die Portugieser Königin aus Malschenberg, ihren Auftritt hatte.

Guggemusik, Silver Disco & mehr

Mit Guggemusik wurde eingeheizt, und zwar durch die „Woghaisla Fudiggl“. Der Eishockey-Club schickte seine Löwen auf das nicht vorhandene Eis, ehe später die „Weiwer uff Axe“ als eindrucksvolles Wikingerheer die Menge am Straßenrand begeisterte.

Danach kam ein gebündelter Auftritt der auswärtigen Gruppen. Zunächst die Tanzgarde Frohsinn aus Rot, ehe eine starke Abordnung aus Wiesental sich einreihte und dies durchaus lautstark. So beispielsweise die „Zusammegewäflde“ und die „Kiezbären“.

Zwischendurch gab es, speziell für die Knirpse, aus den Wagen so allerlei Süßes, was fleißig eingesammelt wurde. Die Fastnachtsfreunde aus Oberhausen machten mächtig Rabatz mit ihrer Silver Disco und zum Abschluss drehten die Reilinger Belzkiddl mächtig auf, ehe die „Bruhroi Fasänächda“ mit Mad Max zum Finale aufmarschierten.

18 Gruppen von außerhalb

„Wir haben diesmal 18 Gruppen, die nicht aus Wiesloch kommen, dabei“, informierte Christian Lang vom Orga-Team des Stadtteilvereins. Das liege wohl daran, dass man, speziell in Frauenweiler, nicht genügend Gruppen zustande bekommen hätte. Dennoch gab es kein Trübsal bei der großen Schar der Närrinnen und Narren, die stimmungsvoll mitmachten.

An manchen Stellen hatten Einheimische zu Speis und Trank eingeladen, ehe nach Beendigung des Zuges in die Mehrzweckhalle umgezogen wurde. Dort wurde weitergefeiert, sich aufgewärmt und die Gruppen prämiert. Dies wurde demokratisch vollzogen, hatten doch viele der versammelten Narrenschar Zettel erhalten, auf denen sie ihre Bewertung abgeben konnten.

Dem Wetter getrotzt

Bei den Gästen ergab sich nach der Auszählung folgender Stand: den Spitzenplatz konnten die „Zusammegewäflde“ aus Wiesental erobern, gefolgt von den „Schorlehörndlin“. Den dritten Platz belegten die „Kakadus“ aus Waghäusel.

Bei den lokalen Gruppen konnte die Secco Crew (Nixen vom Bottloch) ihren Titel verteidigen, gefolgt von dem Motiv „Valentinstag“ (Frauenweiler Faschingsfreunde) und der Formation Harry Potter (Auf der Suche nach dem goldenen Schnaps). Natürlich gab es erneut Sicherheitsauflagen. Wie Lang dazu berichtete, waren die Zufahrtsstraßen rechtzeitig gesperrt worden.

Viele mussten, falls sie mit dem Auto anreisten, die fahrbaren Untersätze im Sandbrunnenweg abstellen oder per Bus und Fahrrad anreisen, manche kamen auch per pedes. Es hat alles prima geklappt. Und Spaß hatte man allemal, trotz des Wetters.

Erscheinung
Wieslocher Woche
NUSSBAUM+
Ausgabe 08/2026
von Redaktion NUSSBAUMHans-Dieter Siegfried
16.02.2026
Orte
Wiesloch