Die Beteiligung der Heddesheimer Bürgerinnen und Bürger am Planfeststellungsverfahren zum geplanten 380-kV-Umspannwerk Mannheim-Ost ist beachtlich: 4.884 Einwendungsschreiben und 3.068 Unterschriften einer begleitenden Petition wurden fristgerecht eingereicht. Am 6. März hat eine Delegation der Bürgerinitiative „Umspannwerk NEIN in Heddesheim“ die Unterlagen im Regierungspräsidium Karlsruhe persönlich an Regierungsvizepräsident Peter Hahn und den Leitenden Regierungsdirektor Mirko Hecker übergeben. Bürgermeister Achim Weitz begleitete die Übergabe.
Der FDP-Ortsverband dankt allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich die Zeit genommen haben, eine Einwendung zu formulieren oder die Petition zu unterzeichnen. Ebenso danken wir den Mitgliedern der Bürgerinitiative für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Diese Zahlen sind kein Protest um des Protests willen – sie stehen für eine Gemeinde, die sachlich und entschlossen ihre berechtigten Interessen in ein rechtsstaatliches Verfahren einbringt.
Für die FDP Heddesheim bleibt klar: Wir stellen weder die Notwendigkeit der Energiewende noch den Netzausbau grundsätzlich in Frage. Wir fordern aber, dass die Standortwahl transparent, verhältnismäßig und unter Einbeziehung aller Alternativen geprüft wird. Eine Anlage dieser Dimension auf Heddesheimer Gemarkung greift tief in Landschaftsbild, Naherholung und Naturschutz ein. Diese Abwägung muss sorgfältig geführt werden – nicht am grünen Tisch, sondern im Dialog mit den Betroffenen.
Das Regierungspräsidium hat zugesagt, alle Einwendungen nach Recht und Gesetz zu prüfen und die Fachbehörden – darunter die Naturschutzbehörde – einzubeziehen. Nach Abschluss der Sichtung wird ein Erörterungstermin in Heddesheim stattfinden, bei dem Einwenderinnen und Einwender ihre Argumente gegenüber TransnetBW, MVV Energie AG und dem Regierungspräsidium direkt vortragen können. Das Verfahren ist ergebnisoffen.
(SJ)