Seit einem Vierteljahr gibt es die digitale Hilfevermittlung „hilver“ in Neckarsulm – und das Angebot wird rege angenommen. Bereits 101 Helferinnen und Helfer engagieren sich inzwischen ehrenamtlich. Im ersten Vierteljahr konnten schon 55 Hilfeleistungen vermittelt werden.
Besonders gefragt sind Fahrdienste sowie Unterstützung im Haus und Garten. Aber auch kleine technische Herausforderungen, etwa Probleme mit dem Fernsehsuchlauf, oder der Wunsch nach mehr Gesellschaft, spielen eine wichtige Rolle. „Da sind bereits sehr nette Kontakte entstanden“, erzählt Katja Otten vom hilver-Team im Bürgertreff.
Die Menschen, die sich engagieren, sind so vielfältig wie die Hilfe selbst: Azubis, Studierende, Berufstätige und Ruheständler, Menschen mit Familienalltag oder Alleinstehende. Sie alle verbindet derselbe Gedanke: anderen etwas Gutes zu tun. „Mir geht es gut, da möchte ich etwas zurückgeben“ oder „Vielleicht brauche ich selbst einmal Hilfe“, hört das Team immer wieder. Besonders wichtig ist vielen die Flexibilität: Jeder entscheidet selbst, wann und wie oft geholfen wird. Passt eine Anfrage einmal zeitlich nicht, kann jemand anderes übernehmen.
Auch Menschen ohne Smartphone können hilver unkompliziert nutzen. Viele melden sich telefonisch beim Bürgertreff. Dort werden die Anliegen aufgenommen und anschließend ins System eingetragen. „Wir erleben in den Gesprächen unglaublich viel Dankbarkeit“, berichtet das Team.
Großes Potenzial sehen die Organisatoren vor allem in der Rubrik „Geselligkeit“. Zwar möchten sich viele Ehrenamtliche gerade hier einbringen, doch die Nachfrage ist bislang noch zurückhaltend. Dabei umfasst es eine Vielzahl von Möglichkeiten: von Besuchen zu Hause über gemeinsame Gespräche, Vorlesen, Spielen oder Basteln bis hin zum Einsortieren von Fotos oder dem Backen von Osterhäschen. „Gerade solche Begegnungen schaffen Nähe und helfen Menschen, die sich einsam fühlen“, so das hilver-Team.


