
Am Samstag, den 31. Januar, blickte die Freiwillige Feuerwehr Abteilung Simmersfeld bei ihrer jährlichen Abteilungsversammlung auf ein intensives Jahr 2025 zurück. Abteilungskommandant Michael Kern begrüßte neben den aktiven Einsatzkräften auch den Gesamtkommandanten Jürgen Waidelich sowie die Ehrenfeuerwehrmänner Fritz Kern und Herbert Müller im Feuerwehrmagazin.
Der Abteilungskommandant betonte eingangs zunächst den hohen Stellenwert der Kameradschaft: Vom Maibaumstellen über das Schlachtfest bis hin zum Ausflug nach Calw und Stuttgart war die Wehr eine tragende Säule im Dorfleben. Sogar ein Apfelbaum wurde im vergangenen Jahr anlässlich der „Apfelbaum-Challenge“ gepflanzt. „Dieser Zusammenhalt“, so Kern, „hat die Basis für ein arbeitsreiches Einsatzjahr geschaffen.“
Das vergangene Jahr forderte die Simmersfelder Brandschützer bei insgesamt 19 Einsätzen. Mit 569 geleisteten Einsatzstunden zeichnete sich das Jahr durch eine Zunahme an technischen Hilfeleistungen aus. Besonders ein schwerer Verkehrsunfall auf der B294 im Dezember blieb in Erinnerung: Hier kam erstmals der hydraulische Rettungssatz (Schere und Spreizer) des HLF zum Einsatz, um eine eingeklemmte Person zu befreien. Das verunfallte Fahrzeug war zuvor in zwei Teile gerissen worden.
Um für solche und viele weitere Szenarien bestmöglich gerüstet zu sein, absolvierten die 40 aktiven Feuerwehrleute zahlreiche Übungen. Damit der Anreiz für die stetige Fortbildung hochgehalten werden kann, durften die fleißigsten Übungsbesucher des vergangenen Jahres ein kleines Präsent als Anerkennung entgegennehmen.
Technisch markierte das Jahr 2025 einen Meilenstein: Die gesamte Wehr wurde erfolgreich auf Digitalfunk umgestellt, weshalb auch eine Sonderübung mit Marc Junger von der Freiwilligen Feuerwehr Altensteig durchgeführt wurde.
Gesamtkommandant Jürgen Waidelich dankte der Abteilung in seinem Grußwort für die geleistete Arbeit und die Zuverlässigkeit. Er betonte die Bedeutung des neuen Feuerwehrbedarfsplans, der die strategische Ausrichtung der kommenden Jahre festlegt. Er lobte zudem die Bereitschaft zur Weiterbildung, die sich 2025 in den erfolgreichen Lehrgangsabschlüssen von Philipp Schwab (Gruppenführer) und Janine Theurer (Sprechfunk) widerspiegelte.
Im Anschluss berichtete Schriftführer Jonas Kern von den Tätigkeiten des Ausschusses, und Kassier Markus Girrbach gab einen Kasseneinblick. Robert Dworatzek und Michael Roller prüften eine „tadellos geführte Kasse“ und schlugen anschließend die Entlastung des Ausschusses vor, was daraufhin einstimmig erfolgte.
Weiterer zentraler Punkt der Versammlung war die offizielle Beförderung verdienter Kameraden. So wurde Philipp Schwab nach seinem bestandenen Gruppenführerlehrgang an der Landesfeuerwehrschule zum Löschmeister ernannt, während Hans-Peter Sperl, David Dworatzek und Jan Waidelich zu Oberfeuerwehrmännern befördert wurden.
Daneben stand die langjährige Treue zahlreicher Feuerwehrmänner im Mittelpunkt. Aufgrund einer neuen Vorgabe des Landes Baden-Württemberg werden Feuerwehrleute in Baden-Württemberg nun bereits ab einer 15-jährigen Zugehörigkeit geehrt. Aus diesem Grund konnte Michael Kern gleich 16 Feuerwehrleuten eine Ehrung zuteilwerden lassen.
Zum Schluss verkündete der Abteilungskommandant noch die Verabschiedung von den langjährigen Feuerwehrmännern Marcel Steeb, Timo Müller und Florian Wurster aus dem aktiven Dienst und bedankte sich für deren Einsatz.
Mit der Aufnahme des neuen Kameraden Julian Keppler aus Oberschwandorf, der bei Boysen in Simmersfeld arbeitet und nun zur Abteilung stößt, gehe die Abteilung Simmersfeld mit einer gesicherten Tagesverfügbarkeit ins neue Jahr.