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Feuerwehr Pforzheim ruft zur Vorsorge bei Stromausfällen auf

Großflächige Stromausfälle, wie sie zuletzt in Berlin aufgetreten sind, machen deutlich, wie abhängig der Alltag von einer funktionierenden Stromversorgung...

Großflächige Stromausfälle, wie sie zuletzt in Berlin aufgetreten sind, machen deutlich, wie abhängig der Alltag von einer funktionierenden Stromversorgung ist. Auch in Pforzheim ist die Versorgungssicherheit hoch – dennoch können technische Defekte, Unwetter oder andere außergewöhnliche Ereignisse zu einem länger andauernden Stromausfall führen. Die Stadt Pforzheim appelliert deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, sich frühzeitig mit dem Thema Eigenvorsorge zu beschäftigen und für den Fall eines Stromausfalls vorbereitet zu sein. „Ein Stromausfall bedeutet weit mehr als Dunkelheit“, erklärt Feuerwehrkommandant und Leiter des Katastrophenschutzes, Sebastian Fischer. „Heizung, Telefon, Internet, Geldautomaten, Tankstellen oder Aufzüge funktionieren dann nicht mehr. Wer sich rechtzeitig vorbereitet, kann solche Situationen deutlich besser bewältigen und bleibt handlungsfähig.“

Notvorräte: Was im Haushalt vorhanden sein sollte

Die Feuerwehr Pforzheim empfiehlt, Notvorräte so anzulegen, dass ein Haushalt mindestens mehrere Tage, idealerweise bis zu zehn Tage, selbstständig überbrücken kann. Zu diesen Vorräten gehören insbesondere:

Trinkwasser

• Mindestens zwei Liter pro Person und Tag. Auch an Wasser für Haustiere denken

Lebensmittel

• Haltbare und ohne Strom nutzbare Lebensmittel, zum Beispiel: Konserven (Gemüse, Obst, Suppen), Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte, Knäckebrot, Zwieback, Müsli, Nüsse sowie Babynahrung oder Spezialkost, falls erforderlich

• Lebensmittel, die auch kalt verzehrt werden können

Licht, Energie und Information

• Taschenlampen, Kerzen sowie Streichhölzer oder Feuerzeuge

• Ersatzbatterien und Powerbanks

• Ein batteriebetriebenes oder kurbelbetriebenes Radio, um auch ohne Internet oder Mobilfunk Informationen empfangen zu können

Medizin und Hygiene

• Persönliche Medikamente und ein Erste-Hilfe-Set

• Hygieneartikel, Feuchttücher, Müllbeutel

Sonstiges

• Etwas Bargeld, da Kartenzahlung und Geldautomaten ausfallen können

• Warme Kleidung und Decken

• Bei Bedarf Campingkocher und Brennstoff (nur im Freien verwenden)

„Wichtig ist, keine speziellen oder teuren ‚Survival-Produkte‘ zu kaufen“, so Feuerwehrkommandant Fischer. „Sinnvoll ist es vielmehr, Vorräte aus Dingen aufzubauen, die man im Alltag ohnehin nutzt, und diese regelmäßig zu erneuern.“

Flyer „Was tun bei Stromausfall?“ der Feuerwehr Pforzheim

Ergänzend zur persönlichen Vorsorge stellt die Feuerwehr Pforzheim den Flyer „Was tun bei Stromausfall?“ zur Verfügung. Dieser informiert nicht nur über richtiges Verhalten bei einem Stromausfall, sondern auch über die Notfallmeldestellen im Stadtgebiet. Diese Notfallmeldestellen, eingerichtet in den Feuerwehrhäusern, Polizeirevieren und markanten Punkten an viel frequentierten Straßen, dienen dazu, im Falle eines länger andauernden Stromausfalls weiterhin Hilfe anfordern zu können, wenn Telefon und Mobilfunknetz nicht zur Verfügung stehen. Notfälle können dort persönlich gemeldet und über Funk an die Leitstelle weitergegeben werden. Der Flyer ist auf der Internetseite der Feuerwehr Pforzheim abrufbar und sollte idealerweise vorab heruntergeladen oder ausgedruckt werden. In Pforzheim gab es erst im November 2025 eine größere Übung von Feuerwehr, DRK und THW zur Einrichtung und zum Betrieb von Notfallmeldestellen. Rund 80 Einsatzkräfte trainierten, wie die Bevölkerung in Krisensituationen erreicht und informiert werden kann. „Außergewöhnliche Einsatzlagen gemeinsam mit den Bevölkerungsschutzorganisationen zu trainieren, ist für uns wichtig, um auch in diesen Fällen handlungssicher zu sein“, erläuterte der Leiter des Katastrophenschutzes, Sebastian Fischer, das Ziel der Übung. „In Großschadenslagen benötigen wir die zentral koordinierte Zusammenarbeit aller Ressourcen und die speziellen Kompetenzen der Blaulichtfamilie“.

Gemeinsame Verantwortung von Stadt und Bürgerschaft

Die Bedeutung der Eigenvorsorge unterstreicht Erster Bürgermeister Dirk Büscher: „Krisenvorsorge ist Teil der kommunalen Daseinsvorsorge, aber sie beginnt im eigenen Haushalt. Die Stadt Pforzheim und ihre Feuerwehr treffen umfangreiche Vorbereitungen für außergewöhnliche Lagen. Gleichzeitig bitten wir die Bürgerinnen und Bürger, selbst Verantwortung zu übernehmen und sich mit einfachen Mitteln vorzubereiten.“ Wer vorbereitet ist, bleibe ruhig, informiert und handlungsfähig. „Und genau das hilft im Ernstfall nicht nur einem selbst, sondern auch der gesamten Stadt“, betont Büscher.

Weitere Informationen

Weitere Hinweise zum richtigen Verhalten bei Stromausfällen, der Flyer „Was tun bei Stromausfall?“ sowie weitere Informationen stehen auf der Internetseite der Feuerwehr Pforzheim (www.feuerwehr-pforzheim.de) und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (www.bbk.bund.de) zur Verfügung. Informationen zu den Notfallmeldestellen finden sich unter www.buergergis.pforzheim.de.

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