von Nadine Bruer:
Das Boot (1997)
Seitdem ich in den Bavaria Filmstudios im Originalset von „Das Boot“ war, bin ich begeistert, aber auch schockiert von der beängstigenden Enge im U-Boot. Ein Anlass diesen Film hier nochmals zu empfehlen: Der Film Das Boot von Wolfgang Petersen ist kein klassischer Kriegsfilm, sondern eine nervenaufreibende Geschichte unter Wasser. Mitten im klaustrophobischen Chaos: Herbert Grönemeyer als Kriegsberichterstatter „Leutnant Werner“.
Grönemeyer spielt den Beobachter, der langsam begreift, was Krieg wirklich bedeutet. Sein Blick – neugierig, dann zunehmend ernüchtert – wird zum emotionalen Anker des Films. Neben Darstellern wie Jürgen Prochnow bringt er eine verletzliche, fast zurückhaltende Note rein, die gut zum bedrückenden Ton passt.
„Das Boot“ lebt von Enge, Schweiß, Lärm und permanenter Anspannung. Keine Heldenpose, kein Pathos – stattdessen Angst, Müdigkeit und das Gefühl, jederzeit unterzugehen. Gerade diese schonungslose Intensität macht den Film bis heute so stark. Auch die Filmmusik trägt zum Erfolg des Films bei - bis heute unvergessen.