Mit einem beachtlichen fünften Platz kehrten die beiden U19-Radballer des RSV Lauterbach, Patrick Fischer und Max Echtle, am Wochenende von der Deutschen Meisterschaft in Moers (NRW) zurück. Lautstark und engagiert unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen Fans, die eigens mit einem gecharterten Bus mit angereist waren.
Bereits die Teilnahme am Finale stellte für das neu formierte Team einen bemerkenswerten Erfolg dar. Dass es den beiden nach einer langen und intensiven Saison gelang, sich unter den fünf besten Mannschaften Deutschlands ihres Jahrgangs zu spielen, verdeutlicht die enorme Entwicklungskurve, die sie in den vergangenen 18 Monaten genommen haben. Ein Erfolg, der keineswegs selbstverständlich war, sondern das Ergebnis harter und konsequenter Trainingsarbeit gemeinsam mit Trainer Jörg Fischer ist.
Gleichzeitig markiert dieses Abschneiden einen gelungenen Abschluss ihrer Zeit im Nachwuchsbereich. Durch die Finalteilnahme sicherten sich Fischer/Echtle zudem einen Startplatz für ihre erste Saison im Erwachsenenbereich in der Verbandsliga. Mit etwas mehr Spielglück wäre sogar der vierte Platz und damit der direkte Sprung in die Oberliga möglich gewesen – ein Schritt, der aktuell jedoch wohl etwas zu früh gekommen wäre.
Auch wenn sich dies nicht immer in den Ergebnissen widerspiegelt, hielten Fischer/Echtle über weite Strecken gut mit den besten Teams ihres Jahrgangs mit. Häufig waren es nur Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachten und weitere Punkte verhinderten. Auf diesem hohen Niveau machte sich zudem bemerkbar, dass die beiden im Vergleich zur Konkurrenz erst seit zwei Spielzeiten gemeinsam antreten.
Für Patrick Fischer war es bereits die dritte Finalteilnahme, wodurch er von seiner Erfahrung im Umgang mit der besonderen Atmosphäre und dem anspruchsvollen Turniermodus profitieren konnte. Doch auch Max Echtle zeigte bei seiner Premiere eine bemerkenswerte Ruhe und ließ sich kaum Nervosität anmerken – sicherlich auch begünstigt durch die Außenseiterrolle des RSV-Duos, hatte man doch nichts zu verlieren.
Der erste Turniertag begann vielversprechend: Trotz einer denkbar knapp unterlegenen 2:4-Partie gegen Öflingen/Baden und einem hart erkämpften 5:3-Sieg gegen Leeden/NRW war der Einstieg gelungen. Am Abend traf man auf den bis dahin fünffachen Deutschen Meister aus Worfelden/Hessen. Trotz engagierter Leistung hatte man beim 1:6 dem später erneut ungeschlagenen Titelträger wenig entgegenzusetzen. Gegen den späteren Vizemeister aus Gärtringen fehlte im anschließenden Spiel insbesondere in der ersten Hälfte die nötige Konzentration, sodass man trotz einer Leistungssteigerung nach der Pause die 2:6-Niederlage nicht mehr verhindern konnte.
Am zweiten Tag eröffnete sich aufgrund der Tabellenkonstellation für die Lauterbacher sogar noch die Chance auf Platz 3, und damit auf einen Podestplatz. Die entscheidende Partie gegen Kieselbronn/BW verlief jedoch äußerst unglücklich: Obwohl man aus dem Spiel heraus kaum Möglichkeiten des Gegners zuließ, führten Standardsituationen – drei Eckbälle und ein Strafstoß – zu einer knappen 3:4-Niederlage. Auch hier wäre für Fischer/Echtle mehr drin gewesen. Im Anschluss konnte man Erzhausen/Hessen verletzungsbedingt mit 5:0 bezwingen. Im abschließenden Spiel gegen Waldrems/Baden-Württemberg wollten die Schwarzwälder ihren Fans noch einmal eine engagierte Leistung zeigen, mussten sich jedoch letztlich mit 3:7 geschlagen geben.
Am Ende überwog bei Patrick Fischer und Max Echtle sowie bei Trainern, Betreuern und Fans jedoch der Stolz über den guten fünften Platz – ein Erlebnis, das in Erinnerung bleiben wird.


