Einen nicht gerade alltäglichen „Einsatz“ hatte die Abteilung Rheinsheim der Freiwilligen Feuerwehr Philippsburg „zu bewältigen“.
Auf dem Dach des Hauses Reginesheim hat sich auch dieses Jahr wieder ein Storchenpaar angesiedelt und für Nachwuchs gesorgt. Wie auch schon in den beiden letzten Jahren sollten dort die drei Jungstörche, die oben im Nest saßen, beringt werden. Unterstützt wurde die Aktion von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus Germersheim. Sie rückten mit ihrer Drehleiter an, damit der Beringer, der im Auftrag der Vogelwarte Radolfzell angereist war, den Jungstörchen in luftiger Höhe ihre Ringe anlegen konnte.
Durch die Beringung ist es möglich, die Störche in ihren Brutgebieten und auf den Zugwegen zu identifizieren und so ihren Lebenslauf zu erforschen. Die Beringung erfolgt kurz bevor die Jungstörche flügge werden. Die Beringer nutzen dabei den natürlichen Todstellreflex der Jungstörche aus. Die Alttiere fliegen dabei zwar vom Horst auf, kehren aber nach Beendigung der Aktion zurück und kümmern sich weiter um den Nachwuchs.
In diesem Jahr wurde in Rheinsheim erstmals einer der Störche mit einem Senderring ausgestattet. Mit diesem elektronischen Gerät kann das Tier von jedem Interessierten mit dem Smartphone geortet und seine Flugbewegungen nach dem Ausfliegen verfolgt werden. Als kleines Dankeschön für die Unterstützung bei der Beringung, durfte die Feuerwehr einen Namen aussuchen, unter dem der Storch künftig registriert ist. Nach kurzer Beratung haben wir uns für den Namen „Flori“ entschieden, abgeleitet vom Schutzpatron der Feuerwehr St. Florian.
Wie kann man den Storch orten? Man muss nur die kostenloste App „Animal Tracker“ herunterladen, sich registrieren und bei Arten „Weißstorch“ auswählen. Über die Karte ist das Tier einfach zu finden.
Wir bedanken uns bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus Germersheim, die sofort zugesagt haben, als wir sie um Mithilfe bei dem „Sondereinsatz“ baten.
RW