
Seit einem halben Jahr bekommen die Kinder des Schulprojekts individuellen Förderunterricht in Englisch und Mathematik, damit sie den Schulstoff und die Prüfungsaufgaben besser verstehen können. Besonders beliebt bei den Kindern sind kurze Geschichten, die die Lehrerinnen an die Tafel schreiben. Die Kinder schreiben sie ab. Anschließend fassen sie den Inhalt auf Englisch zusammen. Weil die Schüler so gerne lesen, wird demnächst eine Bibliothek für sie eingerichtet.
Ebenso ist Kisuaheli, die afrikanische Sprache, die neben den einzelnen Dialekten in ganz Kenia gesprochen wird, ein Unterrichtsfach. Damit soll über die Stammesunterschiede hinaus afrikanische Tradition gelebt werden. Die Vorschulkinder werden in religiöse und ethische Inhalte eingeführt. Die beiden Lehrerinnen stellen dabei die Werte und Gebote beider Religionen, die für ein friedliches und geordnetes gesellschaftliches Zusammenleben wichtig sind, in den Vordergrund.
Dieser gut strukturierte und durchdachte Förderunterricht hat zu einer enormen Verbesserung der Schulleistungen geführt. In Kenia gibt es vier Noteneinteilungen: A bedeutet 80 % und mehr richtige Aufgaben, B 60–79 %, C 40–59 %, D unter 40 %. Am Ende des Schuljahres hatten 20 der 52 Kinder, die inzwischen im Programm betreut werden, Grad A erreicht und 25 Kinder Grad B. 7 Schüler hatten die Note C. Niemand hatte mehr unterdurchschnittliche Leistungen. Im Vorjahr waren es noch 4 Kinder. Das ist ein enormer Erfolg, der auf den außergewöhnlichen Einsatz der beiden Lehrerinnen Elvina und Kibibi zurückzuführen ist. Sie holen jedes Kind dort ab, wo es steht. Als wir im November die Kinder auf dem Gelände besuchten, wo sie unterrichtet werden, konnten wir direkt erleben, wie die Schüler ihre Lehrerinnen lieben und respektieren.
Leider ist die Kriminalität aufgrund der großen Armut in Kenia sehr hoch. Damit Tische und Bänke nicht gestohlen werden, trugen bisher jeden Abend einige starke Männer diese aus dem offenen Unterstand, wo der Unterricht stattfindet, in das nebenstehende feste, verschließbare Haus und mittags wieder zurück. Jetzt baut DZARINO einen festen Zaun um das Gelände, um Tische und Bänke mit einer langen Kette daran festschließen zu können.
Kontakt: Dr. M. Schammert, Tel. 0171 2117307
Webseite: www.freundeskreis-dzarino.de
Spendenkonto: DE47 6729 2200 0031 8868 05
(ms/red)


