
Die SPD möchte in diesem Jahr die Planung der Forstwirtschaft aus der Perspektive einiger Leitziele der Stadt Walldorf beleuchten, die Orientierung geben und die man auf der Homepage der Stadt nachlesen kann.
Der vorliegende Forstbetriebsplan für das Jahr 2026 ist mehr als eine technische Grundlage für die Bewirtschaftung unseres Stadtwaldes. Er ist eine Notwendigkeit, die es zu unterstützen gilt, da er unmittelbar mit den Zielen unseres Leitbildes für Walldorf verbunden ist.
So ist zum Beispiel im fünften Leitsatz „Natur und Umwelt“ unseres Leitbildes konkret formuliert: „Wir gehen schonend mit Umwelt und Ressourcen um. Wir schützen Wald, Feld und Wiesen und setzen uns deshalb für den Erhalt der Biodiversität ein. Wir schützen unsere Lebensgrundlagen Luft, Wasser und Boden.“
• Mit der großflächigen Neuanpflanzung klimaresilienter Baumarten und der konsequenten Pflege vorgeschädigter Bestände leistet der Forstbetrieb aktive und sinnvolle Beiträge zur Anpassung an den Klimawandel.
• Die Investitionen in Bewässerung und Löschbrunnen sichern Vorsorge und Resilienz – ganz im Sinne unseres Anspruchs, ökologische Verantwortung mit praktischer Sicherheit zu verbinden.
• Die Waldweide mit Eseln und Schafen, das Monitoring und die Förderung bedrohter Arten sind Beispiele für gelebte Biodiversität.
• Der Holzeinschlag erfolgt gezielt in vorgeschädigten Beständen, um Ressourcen sinnvoll zu nutzen und Einnahmen zu sichern, ohne die langfristige Stabilität zu gefährden.
• Die Balance zwischen Nutzung und Schutz ist Ausdruck einer nachhaltigen ökonomischen Verantwortung.
Der zweite Leitsatz unseres Leitbildes „Bildung und Betreuung“ – „Wir unterstützen Familien und stellen für unsere Kinder und Jugendlichen hochwertige und vielfältige Bildungs- und Betreuungsangebote bereit. Wir fördern lebenslanges Lernen.“ – wird in der Arbeit des Forstes sinnvoll integriert und gelebt.
• Der Stadtwald ist nicht nur Naturraum, sondern auch Erholungs- und Bildungsraum. Mit über 140 Veranstaltungen der Waldpädagogik und dem geplanten „Tag des Baumes“ fördert der Forst Umweltbewusstsein und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.
• Bürgerpflanzaktionen und die Einbindung von Schulen zeigen, dass wir die Bevölkerung aktiv beteiligen und Verantwortung gemeinsam tragen.
• Bürgeraktionen und Bildungsangebote unterstützen die Identifikation der Menschen mit ihrem Stadtwald.
• Besonders hervorzuheben ist ihre vorbildliche Zusammenarbeit mit den Walldorfer Schulen.
Die „wirtschaftliche Verantwortung“ im vierten Leitsatz sagt aus, dass Walldorf sich zu einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Wirtschaftsweise verpflichtet.
Ja, wenn wir einen Beitrag zur Förderung der Forstwirtschaft leisten, dann ist es verantwortungsvoll und nachhaltig! Wir sehen die langfristige Perspektive und strategische Planung über 2026 hinaus, um den Stadtwald als ökologisches, soziales und wirtschaftliches Fundament Walldorfs zu sichern.
Damit wird deutlich, dass der Forstbetriebsplan 2026 nicht nur eine fachliche Notwendigkeit ist, sondern eine gelebte Umsetzung unseres Leitbildes Walldorf. Er verbindet Nachhaltigkeit, Lebensqualität, Pädagogik, Teilhabe und wirtschaftliche Verantwortung zu einem Gesamtbild, das unsere Stadt zukunftsfähig macht.
Wir können den Plan für 2026 nachvollziehen und natürlich dem Beschlussvorschlag zum Forstbetriebsplan 2026 einstimmig zustimmen.
Vielen Dank an Herrn Forstbezirksleiter Schweigler und Herrn Revierleiter Freund.
Lorenz Kachler