
Beim interaktiven Vereinsforum „Gemeinsam hinschauen“ konnten Vertreter der Hemsbacher Vereine zusammen in den Austausch gehen und zukünftig relevante Themen gemeinsam besprechen.
Unter dem Titel „Hemsbach startet neues Vereinsprogramm“ wurde eine Initiative von der Stadtverwaltung ins Leben gerufen, die sich zum Ziel gesetzt hat, das vielfältige Vereinsleben auch in Zukunft zu stärken. Um dieses Ziel auch erreichen zu können, wurden alle Vereine zum interaktiven Vereinsforum „Gemeinsam hinschauen“ eingeladen. Dieses Treffen war der Auftakt, der erste Schritt eines dreistufigen Programms, um die Bedürfnisse, Sorgen und Wünsche der Beteiligten zu erfahren, wie es Bürgermeister Jürgen Kirchner bei der Begrüßung erklärte: „Wir wollen wissen, wo unsere Vereine stehen und welche Unterstützung gebraucht wird.“
Für dieses Forum hatten sich über dreißig Vereinsvertreter bei der Organisatorin Kerstin Helferich angemeldet, die mit Tina Pittner, beide aus dem Bürgermeistersekretariat, der Moderatorin der Veranstaltung, Anja Lothschütz, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Zukunftsgestaltung (www.wertewissenwandel.com) aus Weinheim, tatkräftig zur Seite stand. Vertreten waren Vereine aus allen Bereichen, ob Sport, Kultur, Natur oder Kunst, die „bunte Mischung“ gestaltete die über zweistündige Arbeitssitzung sehr produktiv, wie Moderatorin Lothschütz bei ihrer Zusammenfassung am Ende feststellte.
Bevor die Teilnehmer in den „Arbeitsmodus“ traten, wurden fünf Tischgruppen gebildet und ebenso viele Themen identifiziert: da wurde die Vorstands- und Vereinsarbeit und die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit ins Visier genommen. Die Mitgliedergewinnung, besonders die Nachwuchsfrage, sollte im Vordergrund stehen, aber auch die Raumfrage war ein Thema. Möglichkeiten, um Fördermittel auszuschöpfen, und die Finanzen des Vereins waren ein weiteres Diskussionsfeld.
Ein wichtiges Thema war besonders das Fehlen des Nachwuchses, das bedauert wurde. So können sich die Teilnehmer Projektwochen an Schulen vorstellen oder einen Tag des Hobbys. Viel Zuspruch erhielt der Vorschlag, die Jugend über Social Media anzusprechen oder den Mehrwert einer Vereinszugehörigkeit erkennbar zu machen. Diese Ideen finden sich auch wieder bei der Öffentlichkeitsarbeit, die Presse noch stärker einzubinden und eine Vereinsmesse am Wiesensee oder am Rathaus zu veranstalten. Eine Frage, die nahezu alle Vereine bewegt, ist der Mangel an Trainingsstätten. Hier könnte ein Bürgerhaus helfen, so die Empfehlung mit der überragenden Stimmenzahl.
Um die Finanzen des Vereins zu verbessern, könnten Spenden und Sponsoren für bestimmte Projekte ebenso hilfreich sein wie das Ausschöpfen von Fördertöpfen des Sportbundes. Auch die aktive Teilnahme am Bachgassenfest, an der Kerwe und dem Weihnachtsmarkt wird als mögliche Einnahmequelle gesehen. Um die Vorstandsarbeit auf eine breitere Basis zu stellen, sollte die Jugend für das Ehrenamt begeistert werden. Die Vernetzung der Vereine könnte für bestimmte Aufgaben hilfreich sein, um Ressourcen zu nutzen. Alle diese Vorschläge – und noch viele mehr – werden von der Moderatorin in ein Protokoll gefasst und dienen als Vorlage für die weiteren Schritte.
Dieser ersten Veranstaltung werden nämlich praxisnahe Workshops folgen, deren Start für Herbst dieses Jahres geplant ist und aufbauend auf den Themen und Bedarfen aus dem Vereinsforum sein werden. Die Teilnahme steht wiederum allen Vereinen offen. Für bis zu zehn Vereine wird die Möglichkeit angeboten, tiefer in ihren Zukunftsprozess einzusteigen. Dazu werden die teilnehmenden Vereine ein Jahr professionell begleitet, und zwar von der Analyse bis zur konkreten Umsetzung mit tragfähigen Lösungen ihrer gewählten Themen.
Wichtig: Wer Interesse hat dabei zu sein, schickt eine E-Mail mit Kontaktdaten, wie Vereinsname, Ansprechperson und E-Mail-Adresse an ehrenamt@hemsbach.de. (bn)


