
Osterglocken, botanisch meist Gelbe Narzissen (Narcissus pseudonarcissus), stehen heute vor allem für Frühling, Neubeginn und im christlichen Kontext für Auferstehung und ewiges Leben, weil sie genau zur Osterzeit als einer der ersten Frühblüher erscheinen. Gleichzeitig schwingt in ihrem Namen „Narzisse“ der antike Mythos von Narziss mit, der sich in sein Spiegelbild verliebte und zur Blume wurde.
Narzissen sind keine reine Importpflanze wie Tulpen aus dem Osmanischen Reich, sondern waren in Teilen von West- und Südeuropa heimisch, lange bevor es einen organisierten Pflanzenhandel gab. Ausgehend davon wurden sie seit der Antike und besonders seit Mittelalter/Renaissance durch Gärtner, Klöster und später den bürgerlichen Gartenbau systematisch verbreitet, vermehrt und in neue Regionen Europas gebracht.
Uwe Schmietainski für die NABU Foto AG (https://nabu-foto-ag.de/)