Christen und Frieden
Über das aktuelle Thema „Frieden“ referierte Paul Schobel, kath. Pfarrer i. R. im Gemeinderaum St. Franziskus
in Dornstetten. Im voll besetzten Saal, ein Beweis für das große Interesse, begrüßte Gabi Stöhr die Gäste und den Referenten,
im Namen des Franziskustreffs Dornstetten und der kath. Erwachsenenbildung Kreis Freudenstadt (keb).
Der Referent wurde durch seine Tätigkeit als Betriebsseelsorger zum Friedensaktivist. Krieg, Hass und Macht beherrschen
täglich die Nachrichten in den Medien. Der Krieg gegen die Menschen vor Ort führt zu Hass und dieser erzeugt wieder Hass.
Paul Schobel zeigte eindrucksvoll, was der Krieg mit der Welt und uns macht. Er spricht sich für Diplomatie aus. „Den Gegner
verstehen wollen, warum er so reagiert. Das bedeutet jedoch nicht, damit einverstanden zu sein.“
Der Kern der biblischen Botschaft lautet Frieden. Friede mit Gott und mit sich selbst. Ein Leben in Einklang, das ist Gottes
Geschenk und unsere Aufgabe. Mahatma Gandhis Aussage dazu: Gewalt ist die Waffe des Schwachen, Gewaltlosigkeit die
des Starken. Die Menschen brauchen den Halt der Kirchen und Religionen. Was kann jeder einzelne dazu beitragen? Sich
gründlich und gewissenhaft informieren und bei der Friedensarbeit mitarbeiten. Frieden stiften auch im eigenen Leben,
für den Waffenstillstand eintreten und um den Frieden beten.
Iris Müller-Nowak, Geschäftsführerin der keb, bedankte sich beim Referenten und beendete die Veranstaltung mit einer
Fragerunde. Paul Schobel verzichtete auf das Honorar, das als Spende für die Betriebsseelsorge verwendet werden soll.
Bild: Paul Schobel bei seinem Vortrag im Gemeinderaum St. Franziskus in Dornstetten.