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Franzosen kosten deutschen Wein

Der Bericht über unser Partnerschafts-Wochenende wird mit den Erlebnissen der Gäste vom Winzerverein aus Chécy in Schriesheim fortgesetzt...
Foto: PIC

Der Bericht über unser Partnerschafts-Wochenende wird mit den Erlebnissen der Gäste vom Winzerverein aus Chécy in Schriesheim fortgesetzt (übersetzt u. leicht gekürzt).

„Am Samstag traf sich die CAVE-Delegation unter der Leitung von Detlef Kleineidam in einem griechischen Restaurant am Chécy-Platz zum Mittagessen. Ein idealer Ausgangspunkt für den anschließenden Ausflug nach Richtung Schriesheim, im Herzen der Badischen Bergstraße. Das Essen bot einigen die Gelegenheit, ihr Deutsch auf Griechisch aufzufrischen – ein gewagtes pädagogisches Konzept. Das Ergebnis: eine halbe Stunde Verspätung, aber wie jeder weiß, ist Pünktlichkeit eine Tugend … und Geselligkeit eine weitere.

Der Bus brachte uns zu den Weinbergen von Schriesheim. Zwanzig Minuten später stiegen wir aus und machten einen kleinen Verdauungsspaziergang zur Winzergenossenschaft. Der Empfang war königlich: Tische gedeckt wie für ein Bankett, eine begeisterte Gastgeberin und eine Präsentation durch Detlef, der mit sicherem Geschick zwischen den Sprachen hin und her wechselte. Die 1930 gegründete Genossenschaft vereint fast 150 Winzer, die rund 130 Hektar mit Riesling, Silvaner, Müller-Thurgau, Pinot Gris, Pinot Blanc, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Spätburgunder, Dornfelder und anderen Rebsorten bewirtschaften. Man kann also sagen, dass die Geschmacksknospen schon vor dem ersten Schluck in Alarmbereitschaft waren.

Dann kam die Verkostung. Zunächst ein Rivaner (Müller-Thurgau), diese manchmal etwas vernachlässigte Rebsorte … ein bisschen wie unser Pinot Meunier aus der Region Orléans. Dann ein Souvignier Gris, eine noch wenig bekannte Rebsorte, der jedoch eine vielversprechende Zukunft bevorsteht und die in Frankreich erst seit 2017 zugelassen ist.

Kultmoment: Die Gastgeberin, die bis dahin streng deutschsprachig war, verkündet plötzlich in fast perfektem Französisch, dass sie die Sprache sehr gut versteht … es aber vorzieht, Detlef sich in den technischen Erklärungen zu verheddern. Ein großartiger Moment deutsch-französischer Verbundenheit.

Es folgten ein Spätburgunder als Weiß- und Rotwein – warum sollte man sich entscheiden müssen? – und anschließend ein halbtrockener Riesling von zwei jungen Winzerinnen der Genossenschaft. Die Kommentare bleiben vertraulich, denn was bei der Verkostung gesagt wird, bleibt bei der Verkostung, doch das Lächeln sprach Bände. Gute Nachricht: Diese Schätze der Bergstraße können am 30. Mai auf der Weinmesse in Chécy am Stand der Partnerstadt entdeckt werden.

CAVE bedankt sich herzlich bei Detlef Kleineidam für sein Engagement sowie bei Bürgermeisterin Isabelle Gloméron und der Jugenddelegation, die den Gastgebern eine Kiste Cassia geschenkt haben, die die Aromen von Chécy weit über unsere Grenzen hinaustragen.“

Ich bedanke mich im Namen des PIC für diese prickelnden Schlückchen, deren Qualität ich schon bei früheren Jahrgängen entdecken konnte und die den Rotwein aus Chécy von 2016 eindeutig toppen!

Karin Gröger

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