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Freiwillige Feuerwehr Nußloch zieht Bilanz für 2025: 91 Einsätze und neue Mitglieder

Einen positiven Rückblick auf das Jahr 2025 konnte der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Nußloch, Christian Kleindienst, bei der Hauptversammlung...
Ein Gruppenbild aller neu aufgenommenen und beförderten Feuerwehrleute in Ausgehuniform vor einer Wand.
Die neu aufgenommenen und beförderten Feuerwehrfrauen und -männer der Feuerwehr NußlochFoto: Feuerwehr Nußloch

Einen positiven Rückblick auf das Jahr 2025 konnte der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Nußloch, Christian Kleindienst, bei der Hauptversammlung im Feuerwehrhaus ziehen. 91 Mal rückte die Feuerwehr aus, um Feuer zu löschen, um Menschen und Tiere aus Notsituationen zu retten oder um technische Hilfeleistungen zu erbringen. „Die Freiwilligen der Nußlocher Feuerwehr haben damit erneut bewiesen, dass auf sie stets Verlass ist, wenn sie gebraucht werden“, lobte Bürgermeister Joachim Förster die Wehrleute und bedankte sich auch im Namen der Bürgerschaft und des Gemeinderates für die unermüdliche Einsatzbereitschaft.

Zwei von drei Einsatzfahrten bewegten sich 2025 in Nußloch und Maisbach, aber auch in den Nachbargemeinden war die Feuerwehr gefragt. Vor allem in Sandhausen war die Nußlocher Wehr an zahlreichen Einsätzen beteiligt und unterstützte die Kameraden der dortigen Wehr, mit der eine bereits langjährig erfolgreiche Kooperation besteht.

Der Einsatz der Freiwilligen geht jedoch weit über die 91 zum Teil oft mehrstündigen Einsätze hinaus. Im Jahr 2025 führte die Feuerwehr an 36 Tagen Übungen durch, um Neues zu lernen und um die Einsatzbereitschaft sicherzustellen sowie das optimale Zusammenspiel der Wehrleute mit ihren unterschiedlichen Aufgaben zu trainieren. Ergänzend absolvierten zahlreiche Einsatzkräfte zusätzliche Ausbildungen, oft über mehrere Tage sowie abends und an Wochenenden.

Emilie Schmitt absolvierte erfolgreich ihre Grundausbildung zur Feuerwehrfrau, Lucas Balzer, Luca Zimmer und Daniela Fritzler die weiterführende Truppführer-Ausbildung. Jannis Bauch schloss die Atemschutz-Ausbildung erfolgreich ab, Sven Zimmer gleich drei Lehrgänge als Gruppenführer, Maschinist und Gerätewart. Zum Zugführer qualifizierte sich Rainer Seibert, Eric Akelbein erwarb die Berechtigung zur Ausbildung Truppmann/Truppführer. Christian Kleindienst absolvierte den Kommandantenlehrgang sowie die Ausbildungsberechtigung für die Fortbildung „Rettung aus Höhen und Tiefen“.

Ein besonderer Höhepunkt der Ausbildung für alle Atemschutz-Geräteträger fand im vergangenen Jahr am „Übungscontainer Atemschutz“ statt, der für zwei Wochen in Nußloch stationiert war. Die Vielseitigkeit der Feuerwehraufgaben geht noch weiter: Den „Kettensägen-Lehrgang“ absolvierten Marcel Steinmann, Sven Zimmer, Luca Zimmer und Roman Fritzler und Johannes Hoppenstedt nahmen an der Ausbildung zur Rettung adipöser Personen teil.

Kommandant Christian Kleindienst, der die Feuerwehrführung vor einem Jahr übernommen hatte, konnte auch über drei Neuaufnahmen berichten: Noam Groß und Mikail Ibolar rücken aus der Jugendfeuerwehr ebenso in die Einsatzmannschaft auf wie Nadine Scheid. Alle drei sind jetzt Feuerwehrfrau-/mann in der Probezeit und erhielten eine entsprechende Urkunde. Matthias Ley ist ein voll ausgebildeter Feuerwehrmann und Gruppenführer. Durch seinen Arbeitsplatz im Bauhof der Gemeinde verstärkt er nun auch die Einsatzmannschaft der Feuerwehr. Im Rahmen der Hauptversammlung wurde er offiziell aufgenommen.

In tiefer Dankbarkeit verabschiedeten sich die Versammelten mit einer Schweigeminute von den im vergangenen Jahr verstorbenen Kameraden Gerhard Rensch und Bernd Seibert. „Beide haben über Jahrzehnte mit ihrem Einsatz und ihrer Kameradschaft einen vorbildlichen Beitrag für unsere Feuerwehr und unsere Gemeinschaft geleistet“, erinnert Kleindienst, „ihr Wirken bleibt unvergessen!“

Ein besonderer Dank des Kommandanten richtete sich an die zahlreichen Funktionsträger in der Feuerwehr Nußloch, die Übungen und Einsätze überhaupt erst möglich machen, und auch der Altersmannschaft, die vor allem bei Veranstaltungen tatkräftig unterstützte.

Schließlich kann die Feuerwehr auch auf vier besondere Events zurückblicken: Den Tag der Offenen Tür mit anschließender Cocktailnacht, den Familientag mit Ausflug in den Steinbruch, die gelungene Winterfeier sowie die Christbaum-Sammelaktion mit einem erfreulichen Spendenergebnis, das der Jugendfeuerwehr sowie den Nußlocher Kindergärten zugutekam.

Für ihr langjähriges Engagement wurden im vergangenen Jahr von der Gemeinde geehrt: Bernd Rensch, Kommandant bis Januar 2025, mit dem Ehrenkreuz in Gold des Kreisfeuerwehrverbands, Tobias Wolter und Maximilian Eustachi für 15 Jahre aktive Mitgliedschaft sowie Ronny Olbert und Volker Schnepf für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft.

Erfreulich hat sie erneut die Jugendabteilung der Feuerwehr Nußloch entwickelt. Unter Leitung von Kerstin Hack treffen sich die zehn Kinder der „Feuerdrachen“ alle 14 Tage zum spielerischen Umgang mit dem Thema Feuerwehr und unternehmen gemeinsame Ausflüge. Christian Hack und das Team der unterstützenden Kameradinnen und Kameraden betreuen aktuell 28 Jugendliche, die sich regelmäßig zu Übungen treffen und bereits sehr konkret an den Feuerwehrdienst herangeführt werden. Das dreitägige Jugendlager war ein besonderer Höhepunkt für diese „Nachwuchs-Wehrleute“.

Ehrenkommandant Rüdiger Kaul berichtete von der Altersabteilung. Sie hat aktuell 19 Mitglieder, traf sich regelmäßig in der Florianstube und unternahm einen Jahresausflug, zu dem auch die Partnerinnen eingeladen waren. Zudem unterstützte die Altersmannschaft auch die Veranstaltungen der Feuerwehr mit vielen fleißigen Händen.

Bei seinem Ausblick auf das soeben begonnene Jahr nannte Kommandant Kleindienst die in absehbarer Zeit anstehende Ersatzbeschaffung eines Löschfahrzeugs, da das aktuelle „LF20“ nach mehr als 20 Jahren Einsatzzeit zunehmend technische Wartung benötigt. Aufgrund langer Lieferzeiten von bis zu fünf Jahren für ein neues Fahrzeug wird bereits jetzt begonnen, die Anschaffung zu planen und die entsprechenden Förderanträge vorzubereiten.

Als Gerätewart wird Volker Schnepf nach vielen Jahren hoch engagierter Tätigkeit diese Aufgabe in diesem Jahr abgeben, die entsprechende Nachfolgeplanung läuft. Auch Gerhard Erles, der über lange Zeit die „Florian Stube“ geführt und für die Verpflegung nach Übungen und im Einsatzfall gesorgt hat, hat diese Position abgegeben. Roman Fritzler übernimmt diese Aufgabe, unterstützt von Henning Weich und Tobias Wolter. Mit besonderer Würdigung der Wehrführung und einem langen Applaus bedankten sich die Freiwilligen der Feuerwehr Nußloch bei Gerhard Erles und Volker Schnepf.

Schließlich wurden von Bürgermeister Förster, Kommandant Kleindienst und seinem Stellvertreter Ronny Olbert auch noch eine Reihe von Beförderungen vorgenommen: Feuerwehrfrau/-mann nach der Beendigung der Probezeit und erfolgreich abgeschlossener Grundausbildung sind jetzt Jannis Bauch, Lina Hack und Emilie Schmitt. Oberfeuerwehrmann dürfen sich jetzt Marcel Steinmann und Kamran Temel nennen. Zum Hauptfeuerwehrmann ernannt wurde Christian Rothlübbers, zum Löschmeister Sven Zimmer. Den Rang „Brandmeister“ trägt nun Rainer Seibert, Oberbrandmeister wurden Rüdiger Bähr, Georg Kramer, Ronny Olbert und Alexander Skarsig. Zum Hauptbrandmeister wurde Christian Kleindienst befördert.

Nach Ende des offiziellen Teils blieben die Wehrleute, die Gemeinderatsmitglieder und Bürgermeister Förster bei einem gemeinsamen Imbiss noch eine Weile im Feuerwehrhaus zusammen und tauschten sich zu Themen rund um die Feuerwehr und die Gemeinde aus.

Ein Sprecher steht am Sprecherpult. Im Vordergrund sieht man die Feuerwehrleute aus der Hauptversammlung sitzen.
Bürgermeister Joachim Förster bedankt sich in seiner Ansprache bei der Einsatzmannschaft.Foto: Feuerwehr Nußloch
Erscheinung
Rathaus-Rundschau Nußloch
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Ausgabe 03/2026
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