
Am 3. Oktober berichtete die Referentin Andrea Riley im Zentrum Mittendrin über die Organisation Kinder Paradise in Ghana. Andrea engagiert sich seit 2017 ehrenamtlich für das Kinder Paradise.
Die Organisation Kinder Paradise unterhält ein Kinderheim für 80 Kinder und eine Schule. In der Hauptstadt Accra werden benachteiligte Kinder in einem Straßenkinderprogramm unterstützt. Die Schulbildung in Ghana ist zwar prinzipiell kostenfrei, jedoch müssen Schulbücher, Schuluniformen und manchmal auch weitere Materialien, wie Glühbirnen für das Klassenzimmer, von den Familien finanziert werden. Auch hier werden Familien unterstützt, indem diese Materialien finanziert werden.
Nach der Verabschiedung der Internationalen Konvention über die Rechte des Kindes 1990 durch die UN war Ghana das erste Land der Welt, das den Vertrag am 5. Februar 1990 unterzeichnet und sich damit verpflichtet hat, ihn in nationales Recht umzusetzen. Diese Konvention wurde auch durch Burkina Faso unterzeichnet. In Ghana, und auch in den meisten anderen afrikanischen Staaten, haben Kinder dieselben Rechte wie in den europäischen Ländern.
Dennoch gibt es in vielen Ländern des Südens Probleme mit Kinderarbeit und auch Kinderehen. In Ghana und in Burkina Faso ist das Mindestalter für eine Eheschließung bei 18 Jahren (in Burkina Faso erst seit diesem Jahr), dennoch sind in beiden Ländern Kinderehen häufig. Kinderarbeit, insbesondere von kleinen Kindern, ist in beiden Ländern nicht erlaubt.
Warum also gibt es dennoch Kinderarbeit?
Über dieses Thema sprachen die Mitglieder und Gäste des Freundeskreises Bareka.
Um die Rechte der Kinder zu stärken, sind Aufklärung und Sensibilisierung wichtig, die Verbesserung der Einkommenssituation und der Bildung.
Die Mitarbeiter des Kinder Paradise in Ghana und wir vom Freundeskreis Bareka mit den Projektmitarbeitern in Burkina Faso möchten dazu beitragen: Jeder kann dazu beitragen, hier in Deutschland oder in einem anderen Land.
„Alle großen Leute waren einmal Kinder, aber nur wenige erinnern sich daran“ (Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry)
Für den Vorstand
Barbara Rode


