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Radsport

Freundschaft schlägt Regenwetter

Manch einer hätte sich von einem schlechten Wetterbericht abschrecken lassen. Nicht jedoch die Seniorenradsportler des Radsport-Teams Kraichgau. Zudem...
Die Ü60-Gruppe vor dem Start in UntergrombachFoto: Gerhard Öfner

Manch einer hätte sich von einem schlechten Wetterbericht abschrecken lassen. Nicht jedoch die Seniorenradsportler des Radsport-Teams Kraichgau. Zudem war der Anlass ein besonderer: das Treffen mit einem Radsportclub aus der französischen Partnergemeinde Sainte-Marie-aux-Mines. Da ist die Freundschaft stärker als das Wetter.

Wie geplant stiegen am vergangenen Freitag neun Senioren in Untergrombach auf ihre Rennräder. Im Begleitfahrzeug saßen zwei Ehefrauen mit dem Gepäck für drei Tage. Ziel war Baerenthal im Naturpark der Nordvogesen. Die idyllische Gemeinde, seit über 100 Jahren Luftkurort, liegt am Oberlauf der Zinsel inmitten einer einzigartigen grünen Landschaft. Dort befindet sich auch die von der Stadt Karlsruhe unterstützte Jugendfreizeit- und Bildungsstätte. Sie liegt nahezu genau zwischen Bruchsal und Sainte-Marie-aux-Mines – ideal für das Treffen der beiden Radsportclubs.

Entgegen aller Vorhersagen meinte es das Wetter gut mit den Radlern. Zwar nieselte es leicht, doch lediglich der starke Gegenwind machte zu schaffen. Nach rund 30 Kilometern auf vertrauter Strecke erreichten die Wetterfesten den Rheinübergang bei Wörth. Der Wind blieb unser ständiger Begleiter, ebenso die Vorfreude auf die erste Rast in Wissembourg im Elsass. Die ehemalige Reichsstadt im römischen Reich mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten ist immer einen Besuch wert. In einer rustikalen Brasserie warteten bereits elf reservierte Plätze an einer langen Holztischplatte. Was erfreut das Radlerherz? Natürlich Flammkuchen – typisch elsässisch.

Nach der Stärkung war Ende mit flachem Gelände. Mit mächtig Druck auf die Pedale ging es zunächst neun Kilometer bergauf bis Climbach, anschließend über traumhafte Strecken durch Lembach, Mattstall und das malerische Finstertal. Nach rund 114 Kilometern erreichten wir Baerenthal und unsere Unterkunft. Nach sehr freundlichem Empfang hieß es Zimmer beziehen, frischmachen und etwas ausruhen zum Abendessen. Gute elsässische Küche mit einem Glas Wein, und schon ist der Kalorienspiegel wieder im Lot. Den Abschluss des Tages bildete der Besuch bei den französischen Freunden, die in einem anderen Haus der weitläufigen Jugendstätte untergebracht waren. Auf beiden Seiten war die Freude über das Wiedersehen groß. Verständigt wurde sich auf Deutsch, Französisch, Elsässisch und Englisch – ganz ohne Probleme.

Fortsetzung folgt nächste Woche

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