
Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde!
Unsere Vorvorderen wussten schon instinktiv oder durch ihr Tun, dass man nicht immer auf demselben Feld immer das Gleiche anbauen durfte. Deshalb gab es ja die Drei-Felder-Wirtschaft. Im ersten Jahr baute man Kohl an, im zweiten Korn und im dritten Jahr ließ man das Feld brach liegen. Dabei erholte sich der ausgelaugte Boden. Später ging man dazu über, ein viertes Jahr einzuführen, in dem der ausgelaugte Boden durch Bohnen oder Erbsen aufgepäppelt wurde. Denn die Bohnen oder Erbsen haben an den Wurzeln Knöllchen, in denen der Luftstickstoff zu Dünger umgewandelt wird. Und damit hatte man auch etwas Nahrhaftes. Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte der Chemiker Justus (von) Liebig, dass alle Pflanzen bestimmte Mineralien als „Brennstoff“ brauchen. Er selbst hatte als Kind die Hungersnot der 1830er Jahre erlebt. Damals herrschte eine kleine Eiszeit, das Saatgut verfaulte im Boden. Es gab nichts zu ernten. Die Leute hatten nichts zu essen. Die Folge war, dass viele starben oder auswanderten. Von Liebig stammt auch das Gesetz des Minimums. Es besagt zum Beispiel, dass du noch so viel Phosphor und Kalium im Boden haben kannst, wenn aber der Stickstoff fehlt, dann hungert und kümmert die Pflanze.
Und zur Erinnerung, im Winter wird durch den Regen der Stickstoff ausgewaschen, er fehlt also.
Voranzeige: Am Samstag, dem 18. April 2026, um 15 Uhr, findet im Landgasthof „Hirsch“ unsere Mitgliederversammlung statt. Jahn hält während der Versammlung einen Bildvortrag über die „Nahrungspyramide der Vögel“. Zu der Versammlung sind auch Nichtmitglieder eingeladen.
Gustav Jahn; Gartenfreunde Loßburg-Rodt