Spannendes Brutprojekt mit dem Kleintierzuchtverein Friolzheim und Illingen
Im Frühjahr steigt bei vielen Hühnern die Bereitschaft, zu brüten. Doch nicht alle Hühnerrassen sind gleichermaßen brutfreudig – einige Rassen brüten von Natur aus nur selten selbst. Aus diesem Grund startete die Kinder- und Jugendgruppe des Kleintierzuchtvereins Friolzheim in den vergangenen Wochen ein besonderes Projekt für die Vereinskinder.
Unter der Jugendleitung von Petra Foerster und Selina Schubnell durften die Kinder hautnah miterleben, wie aus Eiern kleine Küken schlüpfen.
Insgesamt wurden 17 Eier in einen Brutapparat eingelegt, von denen letztlich 14 befruchtet waren. Für die Kinder war es eine spannende Aufgabe, täglich auf die richtige Temperatur, die Luftfeuchtigkeit sowie auf das regelmäßige Wenden der Eier zu achten – alles entscheidende Faktoren für eine erfolgreiche Brut.
Auch das Durchleuchten der Eier, das sogenannte Schieren, sorgte für große Begeisterung. Bereits nach etwa sieben Tagen konnten die Kinder die feinen Blutadern in den Eiern erkennen. Besonders interessant war für die Kinder auch der sogenannte Blutring (umgangssprachlich „Hexenring“), der entstehen kann, wenn sich ein Embryo nicht weiterentwickelt. Glücklicherweise trat dies in diesem Projekt nicht auf.
Nach etwa 21 Tagen war es schließlich so weit: Die Kinder konnten beobachten, wie die Küken die Eierschalen anpickten und sich Schritt für Schritt selbst befreiten. Sehr eindrucksvoll war dabei die Erkenntnis, dass die Küken während der gesamten Brutzeit vollständig im Ei versorgt sind. Kurz vor dem Schlupf ziehen sie den Dottersack ein, der ihnen die nötige Kraft für die ersten Lebensstunden gibt.
Wichtig war dabei auch die Geduld: Die Kinder lernten, dass sie den Schlupf nicht stören dürfen. Erst nachdem die Küken vollständig geschlüpft, trocken und flauschig waren, wurden sie unter eine Wärmelampe gesetzt.
Mit großer Freude beobachteten die Kinder die jungen Tiere, die sich schnell als munter und zutraulich zeigten. Neugierig erkundeten sie ihre Umgebung und nahmen bereits vorsichtig Futter auf.
Bei der gewählten Hühnerrasse handelt es sich um eine mittelgroße, eher leichte Rasse, die für ihr freundliches Wesen bekannt ist. Besonders interessant: Diese Hühner legen grünliche Eier, was bei den Kindern für zusätzliche Begeisterung sorgte.
Neben dem Erlebnis stand vor allem der pädagogische Wert im Mittelpunkt des Projekts. Die Kinder übernahmen Verantwortung, entwickelten Geduld und lernten grundlegende Zusammenhänge der Natur kennen. Sie erfuhren, wie wichtig Sorgfalt und regelmäßige Kontrolle sind und konnten den Kreislauf des Lebens unmittelbar nachvollziehen.
Das Projekt zeigte eindrucksvoll, wie viel Wunder und Leben in einem Ei steckt.